FPÖ-Politiker nach Nacht in 24-h-Hotel angezeigt

Blick in ein Hotelzimmer. Symbolfoto
Blick in ein Hotelzimmer. SymbolfotoBild: iStock/DragonImages
Besuche in einem 24-Stunden-Hotel haben für einen Kärntner FPÖ-Politiker nun ein Nachspiel. Gegen ihn wird jetzt wegen Verdacht auf Betrug ermittelt.
Ein kurioser Fall beschäftigt aktuell die Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Sie ermittelt wegen Verdacht auf Datenfälschung und Betrugs gegen einen FPÖ-Politiker aus dem Kärntner Lavanttal, weil dieser in einem 24-Stunden-Hotel unter falschem Namen eingecheckt haben soll. Das berichtet die "Kleine Zeitung" am Mittwoch. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Demnach hatte ein anderer Lavanttaler Anzeige erstattet, nachdem er eine Rechnung eines Wolfsberger Hotels erhalten hatte. Darin wurde er aufgefordert, drei Übernachtungen zu bezahlen. Nach eigenen Angaben hat der Kärntner das betreffende Etablissement allerdings nie betreten, was er auch nachweisen konnte.

Die Ermittlungen der Polizei machten rasch klar, dass offenbar ein Unbekannter unter falschem Namen eingecheckt hatte. Dabei ging der Verdächtige aber ziemlich unbedacht vor, er hatte die Übernachtungen nämlich mit seiner eigenen Kreditkarte bezahlt. So konnte der FPÖ-Politiker ausgeforscht werden.

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Insgesamt elf Mal zwischen November des Vorjahres und Mai 2019 soll der Freiheitliche mit erfundener Identität in dem 24-Stunden-Hotel genächtigt haben.

Aufgeflogen waren die Ausflüge des Mannes nur durch Zufall. Eine aufmerksame Putzfrau hatte beim Aufräumen bemerkt, dass das gebuchte Einzelzimmer von zwei Personen benutzt worden war. Deshalb verschickte das Hotel, trotz erhaltener Zahlung über Kreditkarte, noch zusätzliche Rechnung über 135 Euro.

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(red)

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