Ermittlungen gegen Skandal-Rapper eingestellt

Die umstrittenen Textzeilen der beiden Musiker sind laut Staatsanwaltschaft nicht strafbar.

Nach dem Skandal, der rund um die Echo-Preisverleihung Ende April in Deutschland stattgefunden hat, wurden die Texte des Rap-Duos von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf genauer unter die Lupe genommen.

Speziell die Zeile "Mein Körper definierter als Auschwitz-Insassen" sorgte für große Empörung, die dann noch größer wurde, als Farid Bang und Kollegah tatsächlich einen Echo verliehen bekamen.

Doch strafbar sind die Texte nicht. Das hat die Staatsanwaltschaft nun bekanntgegeben und die Ermittlungen eingestellt. In der Entscheidung heißt es, dass die Liedtexte zwar voller vulgärer, menschen- und frauenverachtender Gewalt- und Sexfantasien seien, das aber dem Genre "Gangsta-Rap" gerecht wird. Die in der deutschen Verfassung festgeschriebene Kunstfreiheit gestattet das außerdem.

Keine Verharmlosung der NS-Herrschaft

Auch die oben genannte Textzeile sei weder eine Billigung noch eine Verharmlosung der NS-Herrschaft und ihres Völkermordes, so die Staatsanwaltschaft weiter.

Alle Text von Farid Bang und Kollegah wurden auf die Straftatbestände Volksverhetzung, Beleidigung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener überprüft. Gegen die Entscheidung kann noch Beschwerde eingelegt werden.

Vor wenigen Tagen besuchten die beiden als Zeichen des guten Willens und auf Einladung des internationalen Auschwitz-Komitees die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in Polen.

(baf)

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