Erneut Katzenbabys ausgesetzt

"So einen argen Sommer hatten wir noch nie", so Geschäftsführerin der Pfotenhilfe Johanna Stadler. Nahezu täglich wird die Tierschutzorganisation wegen ausgesetzter Katzen informiert.

"So einen argen Sommer hatten wir noch nie", so Geschäftsführerin der Pfotenhilfe Johanna Stadler. Nahezu täglich wird die Tierschutzorganisation wegen ausgesetzter Katzen informiert. 

Ein wahrer Horrorsommer ist es für Katzen. Alleine diese Woche musste eine Bleibe für vier Katzenbabys gesucht werden. Die Vierbeiner erlitten Schreckliches: Eine Babykatze hat ihre Mutter verloren, weil sie von einem Auto überfahren wurde, drei andere wurden samt Mama mitten in der Nacht über den Zaun der Pfotenhilfe in Lochen (OÖ) geworfen. 

Die Tierschutzorganisation platzt aus allen Nähten, so dass sogar Stadler drei Zimmer ihres Eigenheims für Katzenfamilien zur Verfügung gestellt hat. Da viele Tiere ansteckend krank seien, müssten sie in Quarantäne gestellt werden. Alle drei Stunden füttere die Geschäftsführerin die Kätzchen und sei wie eine Ersatzmutter, so Stadler. 
Seit Anfang des Jahres sind zwar die Strafen für das Aussetzen von Tieren auf zwei Jahre erhöht worden, trotzdem nimmt die Anzahl der Notfälle zu, statt ab. 

"Durch Aufklärungsarbeit der Tierschutzorganisation könnten die Leute mehr Bewusstsein entwickeln und nicht mehr so oft wegschauen, wenn sie verwaiste oder verunfallte Tiere sehen", meint die Geschäftsführerin. Es gebe einfach viel zu wenige Einrichtungen, die sich um die Tiere kümmern. Alleine die Pfotenhilfe in Lochen nimmt Notfälle aus halb Oberösterreich, dem Salzburger Flachgau und der Stadt Salzburg. Trotzdem kommen aus ganz Österreich täglich Anfragen.

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