Die fragwürdige Performance in Sachen Veranlagungsstrategie ist um ein Kapitel reicher: Heute wurde der aktuelle Schriftverkehr zwischen Land und Rechnungshof zugespielt. Dabei hagelte es erneut Kritik am Risikomanagement. Zuvor hatte sich das Land beschwert, dass die Kritik an den Finanzgeschäften zu negativ ausfällt.
Das Wohnbaugeld hätte mehr Zinsen abwerfen sollen, und es gab Fehler bei der Risikobewertung. Insgesamt büßten die Fonds eine Milliarde Euro an Wert ein. Anmerkung des Landes:
Die negative Entwicklung werde langfristig wieder aufgeholt. Heute liegt nun die Gegenäußerung des Rechnungshofes vor.
Die Prüfer kritisieren, dass Derivativgeschäfte nur zur Absicherung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken bestehender Grundgeschäfte durchgeführt werden sollten. Außerdem weist der Rechnungshof darauf hin, dass es sich bei der Überschreitung des Value-at-Risk-Limits im Februar 2009 nicht um 1,16 Prozent, sondern um 11,16 Prozent handelt!
Elisabeth Czastka