Erneute Prozess-Flut droht!

Der Fall Evangelos wird zur unendlichen Justiz-Geschichte: Zwar sprach jetzt ein griechisches Landesgericht das Sorgerecht über den Buben (4) der Leondinger Mutter zu. Gleichzeitig wird aber verlangt, dass Evangelos ab Donnerstag den Sommer bei seinem Vater in der Ägäis verbringt. Die nächste Runde im Rechtsstreit ist eröffnet!

Rein technisch wird die angeordnete Übergabe des kleinen Evangelos am morgigen Donnerstag kaum klappen: Die Ex-Krankenschwester Sandra Mainas (35) aus Leonding bei Linz befindet sich mit ihrem Sohn (13) aus erster Ehe und Evangelos seit der Vorwoche an einem tunesischen Badestrand, nachdem sie 2000 Euro Kaution hinterlegt und einen Reisepass für den Knirps erhalten hatte.

Dem Urlaubstrip waren Entscheidungen des Bezirksgerichtes Linz und eine Verhandlung auf der griechischen Insel Naxos vorausgegangen. Das Ziel: Den mittlerweile zweijährigen Aufenthalt des Entführungsopfers Evangelos bei seiner Mutter in Leonding zu legalisieren, einen bestehenden Entscheid des Obersten Gerichtshofes außer Kraft zu setzen und klare Rechtsverhältnisse zu schaffen.

Der Haken beim aktuellen Teilerfolg der Leondingerin vor Gericht: Laut Lothar Korn, Linzer Pflichtverteidiger des griechischen Kindesvaters, verlange dieses Sorgerechtsurteil aber auch, dass Evangelos ab 15. Juli für mehrere Wochen bei seinem Vater bleibt, zu Weihnachten wieder kommen soll.

Die Anwaltskanzlei von Sandra Mainas ließ diese Urteilspassagen unkommentiert.Clarlo Korosa

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