Der ehemalige Innenminister und ÖVP-Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Ernst Strasser, hat seine Haftstrafe angetreten. Mindestens die nächsten sechs Monate wird Strasser in einer Zelle in der Haftanstalt Wien-Simmering verbringen.
Der ehemalige Innenminister und ÖVP-Delegationsleiter im Europäischen Parlament, , hat seine Haftstrafe angetreten. Mindestens die nächsten sechs Monate wird Strasser in einer Zelle in der Haftanstalt Wien-Simmering verbringen.
Strasser war wegen Bestechlichkeit letztendlich zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Es sei erwiesen, dass Strasser für 100.000 Euro britischen Journalisten, die sich ihm gegenüber als Lobbyisten ausgegeben hatten, angeboten habe, auf EU-Gesetzgebungsakte Einfluss zu nehmen. Strasser hatte zwar "Fehler" eingeräumt, aber um einen Freispruch gebeten.
Der "gefallene" Ex-Innenminister bekam eine Aufforderung zum Strafantritt und trat seine Strafe in der Haftanstalt Wien-Simmering an, berichtet die "Kronen Zeitung". Strasser wollte "das hinter sich bringen, und zwar so schnell wie möglich", erklärte sein Anwalt Thomas Kralik. Er hätte versuchen können, seinen Haftantritt bis Weihnachten zu verzögern. Darauf habe er verzichtet.
Der vormalige ÖVP-Spitzenpolitiker muss jedenfalls sechs Monate im Gefängnis absitzen. Erst dann hat er die Möglichkeit, den elektronisch überwachten Hausarrest zu beantragen. Ob die Fußfessel genehmigt wird, müsste der Leiter der Justizvollzugsanstalt entscheiden. Strasser hat auch Chancen auf eine bedingte Entlassung nach Verbüßung der Hälfte seiner Strafe.