Kaffeehausbesitzer und Wirte schäumen: Das Land schreibt den Gemeinden nun empfindlich teure Abgaben für Schanigärten vor. Pro Quadratmeter können bis zu 105 Euro Saisongebühr anfallen. Das ist viermal so viel wie Lokale in der Wiener Innenstadt zahlen! Nicht betroffen sind feste Kioske wie etwa Würstelstände.
„Wenn die Gemeinden den vom Landtag vorgegebenen Höchstsatz verlangen, haben sie wahrscheinlich bald keine Schanigärten mehr und damit noch weniger Einnahmen“, warnt Konditorlegende Karl Piaty aus Waidhofen/Ybbs.
Cafetier Thomas Hagmann aus Krems schlägt ebenso Alarm: „Eine derartige Erhöhung kann nicht im Sinne der Innenstädte sein. Das ist so, wie wenn der Benzinpreis pro Liter von einem Euro auf 100 Euro steigt“, sagt der Unternehmer.
Empört reagiert auch Kurt Fuchsberger vom Ursin Haus in Langenlois: „105 Euro pro Quadratmeter? Eine so kräftige Gebührenerhöhung ist nicht akzeptabel. Aber der Schanigarten ist das Um und Auf – ohne macht man kein Geschäft.“
Ob sie die Gebühren voll ausschöpfen und sündteure Gassenmieten verlangen, entscheiden jetzt die Gemeinden.Elisabeth Czastka