Alte Geschichte mit einer überraschenden Wendung: Eine schöne Unbekannte verleitete einen Wolfsberger per Facebook dazu, selbst Hand anzulegen. Sie filmte mit und wollte ihn nachher mit dem Material erpressen. Doch das Opfer entpuppte sich als knallharter Verhandler und drückte den Preis um fast 98 Prozent. Das Geld bekam die Erpresserin trotzdem nicht.
Am Sonntag, gleich nach dem Mittagessen, gegen 13 Uhr schrieb einen Frau das spätere Opfer aus dem Bezirk Wolfsberg in Kärnten über Facebook an. Der 26-Jährige und die Frau chatteten eine Zeit lang, dann stiegen sie auf Skype um. Dort wurde das Gespräch dann heißer. Schließlich wollte sie sehen, wie er Hand an sich selbst legte und der 26-Jährige leistete der Aufforderung Folge. Plötzlich brach das Gespräch ab.
Sex-Skyperin entpuppte sich als Erpresserin
Sollte der Wolfsberger anfangs vielleicht noch geglaubt haben, dass es sich um ein Verbindungsproblem handelt, wurde er bald eines Besseren belehrt. Die vorher so freundliche Schöne meldete sich nämlich. Sie drohte, das Video im Internet zu veröffentlichen und an die Facebook-Freunde des Opfers zu schicken. Wolle er das verhindern, müsse er 15.000 Euro zahlen, so die Erpresserin.
Statt Bares rauszurücken begann das Opfer zu handeln
Anstatt geschockt die Brieftasche oder Kreditkarte zu zücken, begann der 26-Jährige zu verhandeln. Nach einigem Hin und Her hatte das Opfer die Verbrecherin um sage und schreibe 98 Prozent heruntergehandelt. Statt 15.000 wollte die Frau nur noch 350 Euro.
Doch auch hier schaute die Möchtegern-Erpresserin schließlich durch die Finger. Anstatt zu bezahlen, erstattete der Wolfsberger Anzeige.