Der Balkan kommt derzeit kaum zur Ruhe. Nach Tagen mit extremer Hitze zeichnet sich ausgerechnet zum Wochenstart ein deutlicher Wetterumschwung ab.
Besonders kräftig dürfte dieser in Serbien ausfallen. Dort erreicht die aktuelle Hitzewelle am Montag zunächst noch einmal ihren Höhepunkt. Lokal sind Temperaturen von rund 37 Grad möglich.
Doch dann geht es plötzlich ziemlich schnell.
Bereits im Laufe des Tages ziehen Schauer und Gewitter auf. Dahinter strömt deutlich kühlere Luft in das Land und lässt die Temperaturen regelrecht abstürzen.
Statt Temperaturen weit über 30 Grad sollen die Höchstwerte am Dienstag vielerorts nur noch bei ungefähr 27 Grad liegen. Innerhalb kurzer Zeit geht es damit um rund zehn Grad nach unten.
Auch Meteorologe Ivan Ristić kündigt die lang ersehnte Abkühlung an. Schon zuvor hatte er darauf hingewiesen, dass sich die Wetterlage rund um den orthodoxen Feiertag "Preobraženje" am 19. August grundlegend ändern dürfte.
Die alte Bauernregel, wonach sich rund um diesen Feiertag das Wetter und vor allem die Nächte verändern, könnte damit ausgerechnet in diesem Jahr ziemlich gut passen.
Nach der extremen Hitze der vergangenen Wochen dürfte das für viele Menschen zunächst eine willkommene Verschnaufpause sein.
Wer jetzt allerdings bereits auf das endgültige Ende des Hochsommers hofft, wird enttäuscht.
Ristić rechnet damit, dass sich die Temperaturen nach der Abkühlung zunächst wieder erholen. Und gegen Ende August könnte die nächste kräftige Hitzewelle folgen.
Dann seien erneut Höchstwerte zwischen 35 und 40 Grad möglich.
Damit setzt sich das Wetter-Auf-und-Ab fort, das Serbien und weite Teile des Balkans bereits durch den gesamten Sommer begleitet.
Ristić hatte Anfang August noch von einer mächtigen "afrikanischen Kuppel" gesprochen, die extrem heiße Luft in die Region brachte. Damals wurden für Serbien sogar Temperaturen von bis zu 42 Grad prognostiziert.