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Erste Anklage gegen Killer von Carolin und Lucile

Ein rumänischer Lkw-Fahrer soll zwei Frauen ermordet haben; in Deutschland steht jetzt die Anklageschrift. Auch in Österreich wartet ein Prozess.
Heute Redaktion
13.09.2021, 22:33

Gegen den mutmaßlichen Mörder der französischen Austauschstudentin Lucile K. (20), deren Leiche 2014 in Kufstein entdeckt worden war, beginnt demnächst ein Prozess. Allerdings in Deutschland, wo Catalin C. (40) 2016 eine Joggerin in Endingen (Baden-Württemberg) getötet haben soll.

Dem rumänischen Lkw-Fahrer droht dort lebenslange Haft. Wenn er allerdings vorzeitig entlassen wird, dann würde er nach Österreich für einen weiteren Prozess abgeschoben werden, erklärte das Landgericht Freiburg.

Das deutsche Magazin "Focus" hatte nun Einsicht in die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft, die von folgendem Tatablauf ausgeht: Am Nachmittag des 6. November 2016 bricht Carolin G. zum Joggen auf. Sie wird von mehreren Passanten gesehen, während sie in Richtung Bahlingen läuft.

Brutale Vorgehensweise

Gegen 15.25 Uhr kommt sie in ein abschüssiges Waldstück. Hier fängt sie Catalin C. ab, der sein Fahrzeug bei einem nahegelegenen Restaurant abgestellt hat. Der 40-Jährige überfällt Carolin G., hält ihr den Mund zu, würgt sie. Er schleift sie in den Wald an eine Stelle, wo er vom Weg aus nicht beobachtet werden kann.

Er würgt sie weiter, schlägt ihr auf den Kopf, vergeht sich an seinem bewusstlosen Opfer. Er zieht die leblose Frau weiter den Hang hinunter und zertrümmert ihr dort den Schädel. Dann nimmt er sein Tatwerkzeug sowie einige persönliche Gegenstände von Carolin G., wie etwa ihr Handy und einen Schuh, mit. Das Handy zerstört er, den Schuh versteckt er in den Reben. Dann flüchtet er.

Parallelen zu Kufstein

Erst sechs Monate später machte die Polizei Catalin C. ausfindig: Sein Handy war zum fraglichen Zeitpunkt nahe des Tatorts eingeloggt, Zeugen hatten seinen Lkw gesehen und seine DNA wurde gefunden.

Die österreichischen Ermittler gehen von einem ähnlichen Tathergang im Fall von Lucile K. aus. Auch an ihr fanden sie DNA-Spuren des Verdächtigen. (jm)

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