Erste Aussage: Biker überfuhr Polizist unabsichtlich

Gegen den türkischen Häftling, der am Donnerstagnachmittag einen Polizisten in Floridsdorf mit seinem Motorrad überfuhr, wird nun wegen versuchten Mordes ermittelt. Am Freitag konnte er von der Polizei zum ersten Mal einvernommen werden. Er gab an, den Polizisten nicht absichtlich überfahren zu haben.
Gegen den wird nun wegen versuchten Mordes ermittelt. Am Freitag konnte er von der Polizei zum ersten Mal einvernommen werden. Er gab an, den Polizisten nicht absichtlich überfahren zu haben.

Noch im Krankenbett wurde der verdächtige Biker von der Polizei befragt: "Er hat angegeben, davongefahren zu sein, weil er keinen Führerschein hat", so Polizeisprecher Roman Hahslinger. Auf seiner Flucht erwischte er den 52-jährigen Polizisten, aber nicht absichtlich, wie er ebenfalls aussagte.
Wollte ausweichen

"Er sagte, er hätte nur einen schwarzen Mann gesehen, der sich ihm in den Weg gestellt hat und dass er ausweichen wollte", so Hahslinger weiter. Der Verdächtige soll zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlicher befragt werden.

Fahrzeug mit Papp-Kennzeichen

Das Motorrad, auf dem er unterwegs war, war nicht für den Verkehr zugelassen. Das Kennzeichen war nur ein beschrifteter Pappendeckel. Die Maschine gehörte eine Verwandten des 29-Jährigen, es gibt aber keinen Verdacht auf Diebstahl.
Der relativ jugendlich aussehende 29-jährige Häftling bewies in der Justizanstalt Steinach relativ gute Führung, er absolvierte dort eine Tischlerlehre. Zum Tatzeitpunkt hatte er Freigang, hätte erst am Freitag um 10 Uhr wieder in der Justizanstalt sein sollen. Der Leiter des Gefängnisses wurde von der Polizei über den Unfall informiert.

Polizist noch in Lebensgefahr

Der 52-jährige Polizist, den er überfuhr, befindet sich selbst nach einer Notoperation am Freitag noch in Lebensgefahr. Er hatte schwere Verletzungen am Kopf, im Brustbereich und an den Beinen erlitten. Dem Häftling ging es am Freitag schon besser.
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