Mutation grassiert nun in Wien, Salzburg und Tirol

Insgesamt wurden 17 Virus-Proben aus Salzburg an die AGES geschickt - zwei erwiesen sich als positiv. 
Insgesamt wurden 17 Virus-Proben aus Salzburg an die AGES geschickt - zwei erwiesen sich als positiv. Johann Groder / EXPA / picturedesk.com
Am Montag wurden zwei Fälle der Coronavirus-Mutation in Salzburg nachgewiesen. Auch im Abwasser gab es Hinweise auf die mutierte Variante des Virus.

In Salzburg wurden zum ersten Mal zwei Fälle der britischen, viel ansteckenderen Coronavirus-Variante B 1.1.7. nachgewiesen. Das berichten die "Salzburger Nachrichten" unter Berufung auf eine entsprechende Mitteilung des Landes Salzburg. Demnach bestätigte die Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz, dass bei zwei Patienten die mutierte Variante anhand einer DNA-Sequenzierung entdeckt wurde. Zudem ergaben auch Analysen des Abwassers bei den Reinhalteverbänden Salzach-Pongau und Tennengau-Süd Hinweise auf die neue Variante.

Insgesamt 17 Virus-Proben aus Salzburg wurden der AGES zugeschickt, um diese auf die Corona-Mutation zu überprüfen. Bei zwei Proben habe sich der Verdacht dann bestätigt.

"Die britische Corona-Mutation ist also auch in Salzburg angekommen."

"Weitere Proben, vor allem aus dem Raum Pongau, werden jetzt verstärkt zur Sequenzierung nach Wien geschickt", erklärte Juhasz.

Hygienemaßnahmen "wichtiger denn je"

"Experten gehen davon aus, dass die neue Variante des Virus 50 Prozent ansteckender ist. Dem können wir nur mit dem doppelten Abstand und dem Tragen von FFP2-Masken etwas entgegen setzen", betonte Juhasz. Auch das Einhalten der Hygieneregeln sei nun wichtiger denn je. Auch Rudolf Anschober verwies am Montagabend in Anbetracht der derzeitigen Lage rund um die Coronavirus-Mutation in einer Aussendung auf die Wichtigkeit der Maßnahmen. 

"Die aktuell bestätigten Fälle von B.1.1.7 in Österreich zeigen, dass - wie in ganz Europa - die hoch ansteckende Virus-Variante auch bei uns angekommen ist. Umso wichtiger ist, dass wir die Suche nach der Virus-Mutationweiter massiv ausbauen, dass wir uns alle gemeinsam an die neuen Abstandsregeln halten, konsequent und - wann immer möglich – FFP2Maske tragen und die Hygiene – Maßnahmen einhalten."

Die Mutation stelle Österreich vor eine neue Herausforderung, die wir nur mit vereinten Kräften meistern könnten, erläuterte Anschoberin der Aussendung. 

 "Daher war die gestrige Verlängerung des Lockdowns unausweichlich. Jetzt müssen wir wieder verstärkt aufeinander Achtgeben und die kommenden Wochen durchalten."

Inzwischen habe sich auch der Verdacht auf die Virusmutation in einem Senioren- und Pflegewohnheim in Wien bestätigt. Mehr dazu hier >> Und auch in Tirol wurde die Mutation in Jochberg bestätigt.

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