Erste Festnahmen im Fall des "Krähenfüßen"-Rasers

Mit bis zu 250 km/h war Anfang des Jahres ein Audi-Fahrer samt Beifahrer vor der bayerischen Polizei geflüchtet. Nun gelang ein erster Erfolg.

Über 100 Beamte des Landeskriminalamtes Niederösterreich arbeiteten seit März täglich auf Hochtouren, um der "Krähenfüße"-Bande das Handwerk zu legen.

Die beim Landeskriminalamt Niederösterreich eingerichtete Ermittlungsgruppe "Operation Krähe" konnte nach aufwendigen und intensiven Ermittlungen 13 teils vollendete Einbruchsdiebstähle in Geldausgabeautomaten, 11 Kfz-Diebstähle, sowie zahlreiche Geschäftseinbruchsdiebstähle und Kennzeichendiebstähle klären und 2 Beschuldigte festnehmen.

Angriff mit "Krähenfüßen"

Im März 2019 kam es in Niederösterreich und Burgenland zu insgesamt vier versuchten Einbruchsdiebstählen in Geldausgabeautomaten bei Banken und Supermärkten. Zu diesem Zeitpunkt konnte durch die ermittelnden Polizeibediensteten weder ein örtlicher noch zeitlicher Zusammenhang zwischen den einzelnen Taten hergestellt werden konnte. Sie stellten zu diesem Zeitpunkt lediglich fest, dass bei diesen Tatorten noch vor der Vollendung des Einbruchsdiebstahls die Bereiche des engeren Tatortes mittels Brandbeschleuniger in Brand gesteckt worden waren.

Im April kam es schließlich zu einer noch kurioseren Aktion: Bei der Flucht vom Tatort warfen die Täter aus dem Fahrzeug sogenannte "Krähenfüße". Die Polizei verfolgte das Pkw, wurde jedoch dadurch gestoppt. Die Krähenfüße machten die Reifen der Streifenwagen platt. Sachbearbeiter Christoph Fraisl erklärte gegenüber der deutschen Zeitung "pnp.de", dass dies "jenseits der 200 km/h" passiert war. Die Fälle hätten deshalb "oberste Priorität" bekommen, weil dadurch auch Unbeteiligte gefährdet worden seien.

In den Folgewochen schaltete sich sogar das FBI ein und half bei den Täterprofilen. Die Arbeit war erfolgreich: Mitte November konnten ein 44-Jähriger sowie ein 36-Jähriger festgenommen werden. Bei den Männern handelt sich um slowakische Staatsbürger. Laut Polizei sollen sie die Anführer einer international agierenden Bande sein. Noch zwölf weitere Täter seien im Hintergrund aktiv. "Wir wissen, wer sie sind", sagte Sachbearbeiter Fraisl gegenüber "pnp". Die Ermittlungen gegen sie seien jedoch noch im Gange.

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