Österreich

Erste Flüchtlinge traten in Hungerstreik

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:57

Flüchtlinge erzählten "Heute" von schlechten Zuständen in Erdberg, jetzt treten sie sogar in den Hungerstreik, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. "Ich esse so lange nichts wie es notwendig ist, auch wenn ich sterbe", sagte Moaweyah R. Auch Rechtsbeistand wird von den Flüchtlingen gefordert.

Flüchtlinge erzählten "Heute" von   , jetzt treten sie sogar in den Hungerstreik, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. "Ich esse so lange nichts wie es notwendig ist, auch wenn ich sterbe", sagte Moaweyah R. Auch Rechtsbeistand wird von den Flüchtlingen gefordert.

Ursprünglich wollen sich 14 Flüchtlinge für den Streik angemelden, drei von Ihnen machten ihre Drohungen wahr und sind seit Freitag im Hungerstreik. "Normalerweise gibt es um 12 Uhr essen, Sonntag allerdings erst drei Stunden später. Das ist für mich kein Problem, aber die kleinen Kinder hungern." so Abdelkader E.. In einem Video macht er auf seinen momentane Situation aufmerksam, ohne finanzielle Unterstützung und ohne Liebe aufmerksam.

Seine Familie hat er schon viel zu lange nicht mehr gesehen. "Ich will doch nur meine beiden kleinen Kinder in die Arme schließen", gibt R. einen Einblick in seine Beweggründe.

Auch Rimon J., der nach seinem angeblichen Angriff nach Tirol abgeschoben worden war, wollen die drei Streikenden unterstützen. "Rimon war nicht aggressiv, wir wollen, dass er zurückkommen darf. Er hat einen großen Mund, er spricht zu viel, aber er ist nicht aggressiv"

ORS dementiert

Das Innenministerium und die Firma ORS, die das Ende September eingerichtete Flüchtlingsquartier in Erdberg managt, sehen die Situation naturgemäß anders. Sie begründen die Verlegung des Mannes damit, dass er Betreuer verbal und tätlich angegriffen habe. Das Verhalten des Mannes sei inakzeptabel, "das kommt in dieser Form so gut wie nie vor", sagte Wilhelm Brunner von ORS. Die Verlegung sei daher richtig gewesen.

Flüchtlinge fordern Rechtsbeistand

"Wir haben überhaupt keine Informationen über die momentane Situation und den Stand der Verfahren. Wir brauchen einen guten Anwalt, der uns hilft, aber wir haben kein Geld und können ihn erst später bezahlen." machen die Flüchtlinge auf ihre Notsituation aufmerksam.

Auch der Finanztransfer funktioniert nicht reibungslos. Weil sie nicht über die nötigen Dokumente verfügen, können die Flüchtlinge etwaiges Geld, das ihnen geschickt wird, nicht beheben.

Autoren: Elisabeth Klapsch/Anna Thalhammer

 

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