Niederösterreich

Erste Impftermine in NÖ werden nun freigeschaltet

Die ersten Termine werden in NÖ für die Online-Buchung freigegeben. Noch kommen aber nur bestimmte Gruppen zum Zug.
Erich Wessely
08.02.2021, 18:28

In Niederösterreich werden am Mittwochvormittag die ersten rund 10.000 Corona-Impftermine für die Online-Buchung freigegeben. Zum Zug kommen über 80 Jahre alte Personen und Menschen, die mit Trisomie 21 leben, teilten LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) und Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) am Montag in einer Aussendung mit. Zugewiesen werden Interessierten vorerst Termine für die kommenden sechs Wochen, hieß es auf Anfrage seitens Notruf NÖ.

Impfstart für bestimmte Zielgruppen

"Alle auf der Impfwebseite www.impfung.at vorregistrierten Personen werden ab nun regelmäßig über die aktuelle Prioritätenreihung sowie den Impfstart für bestimmte Zielgruppen informiert", erklärten Pernkopf und Königsberger-Ludwig das Prozedere. Zu einer Terminbuchung eingeladen werden - je nach Verfügbarkeit der Vakzine - jene Gruppen, die laut Impfplan an der Reihe sind.

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Ersuchen um noch etwas Geduld

Im Bundesland laufen aktuell auch noch Immunisierungen von Hochrisikopersonen in institutioneller Betreuung sowie von Mitgliedern besonders gefährdeter Berufsgruppen. Dazu zählen etwa Hauskrankenpfleger oder Personen, die im Rettungsdienst tätig sind.

"Alle anderen Bevölkerungs- und Risikogruppen ersuche ich noch um ein wenig Geduld, bis weiterer Impfstoff verfügbar ist", appellierte Christof Constantin Chwojka, Impfkoordinator des Landes und Notruf Niederösterreich-Geschäftsführer, mit Verweis auf die aktuell begrenzt verfügbaren Vakzine. Es bleibe dabei, dass ein Großteil der Bevölkerung erst ab dem zweiten Quartal die Injektion bekommen werde.

Kritik: "Wer zuerst drückt, gewinnt"

Am Montag bekamen viele ältere Menschen bzw. deren Angehörige elektronische Post. Darin wird auch ausdrücklich verwiesen, dass die Termine rasch vergeben sein werden - der Wortlaut in der Mail: "Aufgrund der leider nur begrenzten Impfstoffmenge gehen wir davon aus, dass die meisten Termine rasch vergeben sein werden. Es werden aber fortan jede Woche weitere Impftermine freigeschaltet, je nachdem wieviel Impfstoff dann auch tatsächlich zur Verfügung steht. Die Gruppe der impfberechtigten Personen wird gemäß den Vorgaben des nationalen Impfgremiums immer dann erweitert, wenn der Großteil der aktuell Berechtigten einen Impftermin bekommen hat."

Ein Angehöriger findet die Vorgangsweise grotesk und fast beänstigend: "Wer zuerst drückt, bekommt eine Impfung und hat somit bessere Überlebenschancen. Hätte mir das jemand vor einigen Jahren erzählt, ich hätte nur an einen düsteren Science-Fiction-Thriller gedacht. Und was ist mit alten Ehepaaren? Einer bekommt dann die Impfung und der andere nicht?"

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