Niederösterreich

Erste Impfung in NÖ: "Kleiner Stich mit großer Wirkung"

Im St. Pöltner Landespflegeheim erfolgte am Sonntag der Corona-Impfstart für Niederösterreich. Die 89-jährige Berta Kern war als erste dran. 
27.12.2020, 15:35

„Es ist ein ganz kleiner Stich mit einer ganz großen Wirkung, ein kleiner Stich an einem großen Stichtag für Niederösterreich und ganz Österreich“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am heutigen Sonntag, anlässlich der ersten Impfungen gegen das Coronavirus in Niederösterreich. Der Auftakt zur großen Impfkampagne fand im Landespflege- und Betreuungszentrum St. Pölten mit drei Bewohnerinnen sowie sieben Mitarbeitern statt.

Die 89-jährige Berta Kern war dabei gegen 14 Uhr die erste, die sich impfen ließ. Sie hatte sich zuvor freiwillig gemeldet. Auch die erste überhaupt in Österreich geimpfte Person war mit der 84-jährigen Theresia Hofer ("Heute" berichtete) eine Niederösterreicherin. Sie wurde zu Mittag in Wien geimpft worden.

"Größtes Weihnachtsgeschenk"

Der Impfstoff sei „das größte Weihnachtsgeschenk“, hielt die Landeshauptfrau in ihrer Stellungnahme fest. „Ab morgen können insgesamt 1.500 Personen in 22 Landespflegeheimen sowie zwei privaten Heimen geimpft werden“, so die Landeshauptfrau. „Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto schneller können die Maßnahmen, die uns alle einschränken, zurückgenommen werden“, appellierte sie. Sie selbst werde sich impfen lassen, sobald es laut dem Impfplan für sie vorgesehen sei.

Den ersten Impfungen im Landespflege- und Betreuungszentrum St. Pölten wohnten neben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bundesministerin Klaudia Tanner auch die beiden Vorstände der Landesgesundheitsagentur Konrad Kogler und Helmut Krenn sowie der Direktor für Medizin und Pflege, Markus Klamminger, bei. Die Impfungen wurden von Karl Zwiauer, Mitglied das Nationalen Impfgremiums, verabreicht.

Nachdem die Impfungen in den Pflegeheimen abgeschlossen sind, werden ab dem 12. Jänner Impfungen für das Personal im Gesundheitsbereich mit hohem Expositionsrisiko in Krankenhäusern, den Rettungsdienst und das testende Personal, mobile Gesundheitsdienste, Ordinationen bestimmter Fachrichtungen und Hochrisikogruppen bereitstehen.

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