Am Donnerstag holte die amerikanische Weltraumbehörde NASA die beiden US-Astronauten Mike Fincke und Zena Cardman, den Japaner Kimiya Yui und den russischen Kosmonauten Oleg Platonow von der Internationalen Raumstation (ISS) zurück auf die Erde.
Es handelt sich dabei um die erste Evakuierungsaktion aus dem All aus medizinischen Gründen. Für die vier Weltraumforscher ist der Einsatz damit nach fünf Monaten früher als geplant zu Ende gegangen.
Die SpaceX-Kapsel ist planmäßig um 9.41 Uhr mitteleuropäischer Zeit im Meer vor San Diego, Kalifornien, gelandet.
Bereits vergangene Woche hatte die Nasa bekannt gegeben, dass die Rückkehr der ISS-Besatzung wegen eines medizinischen Problems bei einem Crew-Mitglied vorgezogen werden muss. So einen Vorfall hat es in der Geschichte der ISS noch nie gegeben.
Welcher der Raumfahrer betroffen ist, wurde nicht verraten. Auch um welches medizinische Problem es sich handelt, hat die NASA vorerst nicht gesagt.
Ihr Sprecher Rob Navias meinte am Mittwoch, das betroffene Crew-Mitglied sei "weiterhin in stabilem Zustand". Schon davor hatte es geheißen, dass es kein Notfall sei und der Zustand stabil bleibe.
Der medizinische Chef der NASA, James Polk, sprach von einem "weiterhin bestehenden Risiko" und einer "noch ungeklärten Diagnose" als Gründe für die Entscheidung, die Crew früher zurückzuholen.
US-Astronaut Mike Fincke hatte erst kürzlich betont, allen an Bord der ISS gehe es "gut". Die Crew habe sich "bewusst dafür entschieden, die notwendigen medizinischen Untersuchungen am Boden ausführen zu lassen, wo alle diagnostischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen", erklärte er in Onlinediensten. "Es ist die richtige Entscheidung, auch wenn sie uns etwas Wehmut bereitet."
Die vier Raumfahrer waren seit 1. August auf der ISS. Nach ihrer Evakuierung bleiben der US-Astronaut Chris Williams sowie die russischen Kosmonauten Sergei Kud-Swertschkow und Sergej Mikajew auf der internationalen Raumstation. Sie sind im November angekommen.