Die Idee stammt aus Holland – eine lebendige Urne. Sie besteht ausschließlich aus Pilzsporen und Hanffasern als Verbundstoff. Das sei die bislang natürlichste Form, sich von seinen Angehörigen zu verabschieden. "Ich bin froh, dass mir die Ehre zuteil wurde, die erste Pilzurne in Österreich mit einer Familie beizusetzen und ich bin zuversichtlich, dass die Nachfrage enorm sein wird", so Jörg Bauer von der Privatbestattung "Lichtblick".
Im Klosterwald bei St. Pölten wurde nun von Jörg Bauer zum ersten Mal eine Pilzurne beigesetzt.
Seit der Gründung 2017 bemühe sich "Lichtblick" um Nachhaltigkeit bei Beerdigungen. Doch bisher lag der Hemmschuh bei den verwendeten Materialien in Urnen oder Särgen. Mit der Pilzurne ändere sich alles. Sie besteht lediglich aus Hanffasern und Pilzsporen. Selbst die Herstellung erfolgt ohne Einsatz von Maschinen. Sowohl Sarg als auch Urne werden "gezüchtet".
"Lichtblick" plant nun ein ganzheitliches Projekt und möchte alle Kunden auf diese Form der Beisetzung aufmerksam machen. Denn einen weiteren Vorteil sieht Jörg Bauer auch bei den Kosten. "Sowohl Sarg als auch Urne befinden sich preislich im unteren Segment, verglichen mit herkömmlichen Produkten." Für das Projekt wird gerade eine eigene Website erstellt.