Erste Schweizerin gegen Corona geimpft

Eine 90-Jährige aus Luzern hat als erste die Impfung gegen das Coronavirus erhalten.
Eine 90-Jährige aus Luzern hat als erste die Impfung gegen das Coronavirus erhalten.AFP / picturedesk.com
Eine 90-jährige Frau hat in Luzern als erste Person in der Schweiz die Impfung gegen das Coronavirus bekommen.

"Luzern ist bestens auf den Impfstart vorbereitet", sagte der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf am Montag zum Impfstart im Kanton Luzern. Am Mittwoch nun sind beim neu eingerichteten Impfzentrum auf der Luzerner Allmend die ersten Dosen an mobile Teams abgegeben worden.

Diese haben inzwischen die ersten Personen gegen das Coronavirus geimpft. Um 10.10 Uhr ist die erste Person in der Schweiz geimpft worden, wie Graf am Mittwoch sagte. Es handelt sich um eine 90-jährige Frau, die in einem Pflegeheim in einer Luzerner Landgemeinde lebt.

Breite Bevölkerung soll ab dem Spätfrühling geimpft werden

"Ich bin sehr zufrieden, dass wir nun im Kanton Luzern mit den Impfungen beginnen konnten. Diese Impfungen sind ein wichtiges Element im Kampf gegen das Coronavirus", sagt Graf weiter. Der Impfstart vor Weihnachten sei nur dank des Einsatzes aller Beteiligten möglich gewesen. In einer ersten Lieferung hatte der Kanton Luzern rund 500 Impfdosen erhalten.

Ab dem Spätfrühling soll sich voraussichtlich auch die breite Bevölkerung impfen lassen können. Der Kanton Luzern setzt seine Prioritäten bei den Impfungen nach der Impfstrategie des Bundes: Dabei sollen zuerst besonders gefährdete Personen geimpft werden. Danach folgt das Gesundheitspersonal und in einem dritten Schritt Personen, die engen Kontakt zu besonders gefährdetet Personen haben. Dabei könne es sich etwa um Haushaltsmitglieder handeln.

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An vierter Stelle folgen "Personen in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektions- und Ausbruchsrisiko und deren Personal", wie das BAG mitteilte. Gemeint sind etwa Institutionen, in denen Personen mit Beeinträchtigungen leben. Zum Schluss folgen schließlich alle anderen Erwachsenen, die sich impfen lassen wollen.

Schweiz erhielt 107.000 Impfdosen

Auch der Kanton Zug hat am Mittwoch die ersten Impfdosen verabreicht, teilte die Zuger Gesundheitsdirektion mit. Für Gesundheitsminister Martin Pfister ist das angesichts der aktuell angespannten Lage ein wichtiges positives Zeichen, wie es in der Mitteilung heißt. "Die Covid-19-Impfung ist ein wesentliches Element in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Hoffnung ist groß, dass wir mit den Impfungen die Verbreitung des Coronavirus effektiv bekämpfen und unter Kontrolle bringen können", sagt Pfister.

Auch der Kanton Schwyz und der Kanton Appenzell-Innerrhoden angekündigt, am Mittwoch mit den Impfungen zu starten. Weitere Kantone beginnen mit den Impfungen in den kommenden Tagen.

Die ersten 107.000 Impfdosen waren am Dienstag in der Schweiz angekommen. Die Verteilung des Impfstoffes im Kanton Luzern übernimmt die Galliker Transport AG. Das Transportunternehmen beliefert insgesamt 15 Kantone mit dem Impfstoff. Dabei muss es schnell gehen: Die Impfdosen werden bei minus 75 Grad Celsius gelagert. Die Kühlkette darf bei der Verteilung nicht unterbrochen werden. Sobald die Dosen aus den Kühlschränken genommen und verteilt werden, sind sie fünf Tage haltbar.

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