Das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF), bei dem auch Österreich Mitglied ist, hat dieser Tage eine allererste Prognose für den kommenden Frühling veröffentlicht. Für genaue Vorhersagen ist es natürlich noch deutlich zu früh, ein Blick auf prognostizierte Strömungen und Luftdruckmuster kann allerdings schon Hinweise geben, in welche Richtung es geht.
Zusammengefasst: Es dürfte überdurchschnittlich warm, mit normalen Niederschlagssummen, werden. Für den Kontinent wird derzeit ein vorherrschendes Hochdruckmuster vorhergesagt, wobei Tiefdruckgebiete und der Jetstream weiter nach Norden verschoben werden.
Ein Trend, der sich schon im Februar ankündigt, schreibt etwa "severe-weather.eu". Aufgrund von Inversionswetterlagen in Zentral- und Westeuropa könnte in den Niederungen von den tendenziell höheren Temperaturen aber wenig zu spüren sein.
Ab März scheint es dann ein starkes Hochdruckgebiet über Skandinavien zu geben. In Zentraleuropa und östlich davon werden deshalb wärmere Bedingungen erwartet. Auch das britische UKMO-Modell kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Besonders über Österreich gibt es hier eine noch größere Abweichung hin zu höheren Temperaturen von bis zu zwei Grad über dem Mittel.
Um das Bild zu vervollständigen: Das Klimamodell CFS der US-Wetterbehörde NOAA kommt exakt zu denselben Schlüssen. "Wir sehen eine klare Tendenz zu überdurchschnittlich hohen Temperaturen in den kommenden Monaten. Der Februar, März und April könnten bis zu 2 Grad wärmer ausfallen als das Mittel von 1991 bis 2020", sagt wetter.net-Meteorologe Dominik Jung zum "Münchner Merkur".
Sowohl Februar als auch März könnten ausgesprochen trocken ausfallen. Erste Sommertage sind schon im März möglich, Pollenflug wäre enorm verstärkt. Im April könnte sogar der erste 30er fallen.