Erster Direkt-Zug aus China in Wien eingetroffen

Der chinesische Botschafter in Wien Li Xiaosi, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundesministerin Margarete Schramböck, ÖBB-Chef Andreas Matthä und die Rail Cargo Group Vorstände Thomas Kargl, Clemens Först und Erik Regter (v.l.)
Der chinesische Botschafter in Wien Li Xiaosi, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundesministerin Margarete Schramböck, ÖBB-Chef Andreas Matthä und die Rail Cargo Group Vorstände Thomas Kargl, Clemens Först und Erik Regter (v.l.)Bild: Scheiblecker/ÖBB
Der erste direkte Güterzug von China ist in Wien angekommen. Der Bundespräsident hatte den Zug in China verabschiedet und in Wien empfangen.
Die österreichische Rail Cargo Group (RCG), die Güterverkehrssparte der ÖBB, brachte ihre nächste Zugverbindung zwischen Asien und Europa auf Schiene. Der in Chengdu gestartete und über die nördliche Seidenstraße abgewickelte Containerzug legte die etwa 9.800 Kilometer lange Strecke in nur 15 Tagen zurück.

Zug war 600 Meter lang

Ebenso feierlich wie der etwa 600 Meter lange und mit 44 Containern beladene Güterzug anlässlich der Chinareise von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Kanzler Sebastian Kurz in Chengdu – Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan mit dem größten Eisenbahn-Drehkreuz Chinas – verabschiedet worden war, wurde er heute in der österreichischen Bundeshauptstadt in Empfang genommen. Van der Bellen, Ministerin Margarete Schramböck, sowie Li Xiaosi, der Botschafter der Volksrepublik China, und ÖBB-CEO Andreas Matthä traten an, um den Zug am Freitag am Güterzentrum Wien Süd Willkommen zu heißen.

Am 12. April war der Containerzug in China gestartet und durchquerte Kasachstan, Russland, die Ukraine, die Slowakei und Österreich. Die Umstellung von Breit- auf Normalspur am Terminal Dobra an der ukrainisch-slowakischen Grenze erfolgte planmäßig.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. So erreichten unter anderem elektronische Bauteile sowie Beleuchtungsmaterialien und Haushaltswaren heute pünktlich das Güterzentrum Wien Süd. Von hier aus werden die Waren an den finalen Bestimmungsort transportiert.

Die Verabschiedung des Zuges.
Die Verabschiedung des Zuges.


„Aufgrund des erfolgreichen Schienengütertransports in nur 15 Tagen von Chengdu bis nach Wien sind wir zuversichtlich, künftig weitere Transporte auf dieser Route abzuwickeln und damit die vierte regelmäßige Chinaverbindung zu etablieren", so ÖBB CEO Andreas Matthä.

Bisher betreibt die RCG permanente Chinaverbindungen zwischen Changsha - Budapest und Chongqing - Duisburg mit jeweils einem Rundlauf pro Woche, sowie Taiyuan - Lugo/Italien mit unregelmäßigen Zügen.



(GP)

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