Erster Fiaker gibt auf: "Kann mir Leben nicht mehr l...

Die Wiener Fiaker sind in arger Bedrängnis: Ab der neuen Saison sollen Kleinunternehmer mit nur zwei Pferden nur mehr jeden zweiten Tag ausfahren dürfen - halber Umsatz bei gleichen Spesen.

Die Wiener Fiaker sind in arger Bedrängnis: Ab der neuen Saison sollen Kleinunternehmer mit nur zwei Pferden nur mehr jeden zweiten Tag ausfahren dürfen – halber Umsatz bei gleichen Spesen.

Damit die Kutscher halbwegs über die Runden kommen, müssten sie künftig auf mindestens sechs Pferde aufstocken. Eine neue Regelung schreibt aber für jedes neue Gespann eine eigene Konzession vor. Kosten: 25.000 Euro.

Für den Kutscher Christian Flach eine finanzielle Hürde, die ihn mit seinen vier Pferden um die Existenz bringen würde: "Für sechs Pferde müsste ich 75.000 Euro auf der hohen Kante haben. Wie soll ich das aufbringen?" Flach hat mit Ende Oktober das Handtuch geworfen. "Sinn dieser neuen Hürden ist, die Kleinen vom Markt zu verjagen", ärgert er sich.

Tatsächlich steckt hinter den strengen Auflagen ein: Die Anzahl der Fiaker explodiert. Derzeit kämpfen 200 Kutschen um 58 Platzkarten. Die Stadt wiederum kämpft gegen Verkehr, Geruch und Dreck. "Da sind die Kleinen klar im Nachteil", gesteht Standesvertreter Christian Gerzabek ein.

Maria Jelenko

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