Oberösterreich

Erster Gerichtstermin im kuriosen Brücken-Streit

Diese Einbahn sorgt für Ärger: In Burghausen darf man über eine Brücke nicht mehr zurück nach OÖ. Es gibt eine Klage, nun war der erste Termin.
Peter Reidinger
09.03.2022, 15:31

Am Mittwoch ging es rund in Burghausen (Bayern). Es ist Mittag, die Sonne scheint, als plötzlich viele Menschen in Anzügen und mit Aktentaschen auftauchen. Es sind drei Richter da, viele Medienvertreter. 

Der Grund: Die Brücke über die Salzach. Auf der darf man nämlich seit Anfang 2021 zwar von OÖ nach Deutschland aber nicht mehr zurück fahren. 

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Es wurde eine Einbahn eingerichtet. So soll die Altstadt von Burghausen verkehrsberuhigt werden, auch "Sicherheitsgründe" werden angeführt.

Österreicher klagt 

Der Österreicher Hannes Preishuber (53) wollte sich damit nicht abfinden. Der Firmenchef arbeitet in Burghausen, muss pendeln. Und sollte jetzt jedes mal einen Umweg von 2,4 Kilometer fahren. 

Preishuber hat sich intensiv mit der Materie beschäftigt. Und er ist der Meinung: "Das ist ein klarer Rechtsbruch". Beim Verwaltungsgericht in München hat er geklagt (mehr hier).

Richter schauten sich zwei Stunden um

Und deshalb gab es nun den ersten Termin. Drei Richter waren da, wollten sich vor Ort anschauen, wie sich die Einbahn auf den Verkehr zwischen Burghausen und Hochburg-Ach auf OÖ-Seite auswirkt, welchen Umweg die 2.000 Pendler jeden Tag fahren müssen.

Zwei Stunden lang schauten und notierten die Juristen, dann fuhren sie wieder zurück. Fortsetzung folgt: Ende März ist ein Gerichtstermin in München.