Am Mittwoch ging es rund in Burghausen (Bayern). Es ist Mittag, die Sonne scheint, als plötzlich viele Menschen in Anzügen und mit Aktentaschen auftauchen. Es sind drei Richter da, viele Medienvertreter.
Der Grund: Die Brücke über die Salzach. Auf der darf man nämlich seit Anfang 2021 zwar von OÖ nach Deutschland aber nicht mehr zurück fahren.
Es wurde eine Einbahn eingerichtet. So soll die Altstadt von Burghausen verkehrsberuhigt werden, auch "Sicherheitsgründe" werden angeführt.
Der Österreicher Hannes Preishuber (53) wollte sich damit nicht abfinden. Der Firmenchef arbeitet in Burghausen, muss pendeln. Und sollte jetzt jedes mal einen Umweg von 2,4 Kilometer fahren.
Preishuber hat sich intensiv mit der Materie beschäftigt. Und er ist der Meinung: "Das ist ein klarer Rechtsbruch". Beim Verwaltungsgericht in München hat er geklagt (mehr hier).
Und deshalb gab es nun den ersten Termin. Drei Richter waren da, wollten sich vor Ort anschauen, wie sich die Einbahn auf den Verkehr zwischen Burghausen und Hochburg-Ach auf OÖ-Seite auswirkt, welchen Umweg die 2.000 Pendler jeden Tag fahren müssen.
Zwei Stunden lang schauten und notierten die Juristen, dann fuhren sie wieder zurück. Fortsetzung folgt: Ende März ist ein Gerichtstermin in München.