Erster Stopp in Texas – NÖ zu Gast in den USA

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit dem Gouverneur von Texas, Greg Abbott
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit dem Gouverneur von Texas, Greg AbbottNLK
Eine große Delegation aus NÖ mit Landeschefin Johanna Mikl-Leitner an der Spitze ist derzeit in den USA. Erste Station: Austin, Texas.

Eine große Delegation aus Niederösterreich mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP) an der Spitze ist derzeit in den USA, um den dortigen Exportmarkt für die niederösterreichischen Unternehmen weiter zu erschließen. „Schon jetzt sind die USA für die niederösterreichische Wirtschaft der wichtigste Fernmarkt. Im Hinblick auf die Größe des Marktes gibt es allerdings noch viel Potenzial für unsere blau-gelben Unternehmen“, zeigte sich die Landeshauptfrau zu Beginn der mehrtägigen Reise überzeugt - mehr dazu hier.

Chancen in den USA nutzen

Gemeinsam mit Partnern wie der Wirtschaftsagentur des Landes, ecoplus, der Wirtschaftskammer NÖ und der Industriellenvereinigung Niederösterreich, will man die niederösterreichischen Unternehmer dabei unterstützen, die Chancen des amerikanischen Marktes zu nutzen. Seitens der Landesregierung sind auch die Landesräte Jochen Danninger und Martin Eichtinger (beide VP) Teil der Delegation.

25 Unternehmen aus NÖ bei Reise dabei

Die erste Station der mehrtägigen Reise führte die Abordnung aus Niederösterreich, der Vertreter von rund 25 Unternehmen angehören, nach Austin, Texas. Austin ist eine der am schnellsten wachsenden Städte Amerikas. Eine Stadt, die boomt und Jahr für Jahr mehr Arbeitsplätze schafft als jeder andere Ort in den USA. Nicht nur Dell hat seinen Sitz in Austin, auch Tesla hat sein Headquarter hierher verlegt. Schlüsselsektoren sind etwa Creative and Digital Media, Data Management, Advanced Manufacturing, Life Science und Green Tech.

In Austin trafen Landeshauptfrau Mikl-Leitner und die beiden Landesräte Danninger und Eichtinger mit dem Gouverneur von Texas, Greg Abbott, zu einem Arbeitsgespräch zusammen. „Austin ist eine der am schnellsten wachsenden Regionen in ganz Amerika“, sagte die Landeshauptfrau im Anschluss an das Gespräch mit dem texanischen Gouverneur. Gründe dieses Wachstums seien laut dem Gouverneur niedrige Steuern, wenig Bürokratie und die gute Qualifizierung von Arbeitskräften, so Mikl-Leitner: „Wissenschaft und Forschung sind hier ganz wichtig, und hier sind wir auch in Niederösterreich auf einem sehr guten Weg. Wir sind daher auch in Texas mit einigen Forschungseinrichtungen und Universitäten in Kontakt getreten, um Kooperationen abzuschließen.“ Auch Gouverneur Abbott sprach nach dem Arbeitsgespräch von sehr vielen Gemeinsamkeiten zwischen Texas und Niederösterreich, sehr gut ausgebildete Arbeitskräfte seien ein wichtiger Faktor und man setze dabei auf sehr gute Universitäten und Bildungseinrichtungen, bekräftigte er.

Tesla, Google, Samsung

Begonnen hatte der Austin-Aufenthalt der NÖ-Delegation mit einem Zusammentreffen mit der Greater Austin Chamber of Commerce, dort erhielt man einen Ein- und Überblick über den Wirtschaftsstandort Austin. So stellte Laura Hoffman, President und CEO der Greater Austin Chamber of Commere, Austin als „best place to live and best place to work“ vor, und verwies dabei auf hier angesiedelte Unternehmen wie Tesla, Google bzw. Alphabet und Samsung. Landeshauptfrau Mikl-Leitner hob die Bedeutung der Zusammenarbeit von Austin und Niederösterreich hervor: „Wir können viel voneinander lernen.“ Es gebe in Austin viel Erfahrung mit Technologisierung und Digitalisierung, aber auch die niederösterreichischen Unternehmen hätten die besten Voraussetzungen, „um auf dem US-Markt erfolgreich zu sein. Unsere Zusammenarbeit kann daher zu einer Win-Win-Situation für beide Seiten werden“.

Danach folgte ein Besuch des "IC2 Institutes der University of Texas", dabei präsentieren u. a. Bruce Kellison, Director Bureau of Business Research, sowie Greg Pogue, Deputy Executive Director, die Arbeit des „IC2 Institutes“, das gegründet wurde, um Wissenschaft und Technologie für Wirtschaft und Wachstum zu nutzen. Die University of Texas selbst gilt als Wiege und Ausgangspunkt für die boomende Tech- und Start-up Szene in Austin. Sie zählt zu den größten und besten öffentlichen Universitäten der USA und hat insgesamt 13 Nobelpreisträger hervorgebracht, zuletzt in den Jahren 2017, 2018 und 2019. Angesichts der großen globalen Herausforderungen wie die Pandemie oder auch der Klimawandel sei es wichtig und richtig, in Wissenschaft und Forschung zu investieren, hielt Landeshauptfrau Mikl-Leitner beim Besuch des IC2 Institutes fest: „Sie machen das hier in einer sehr professionellen und erfolgreichen Art und Weise und sind hier wirklich beispielgebend“. Auch Niederösterreich verfolge konsequent diesen Weg, verwies sie u. a. auf das IST Austria in Klosterneuburg: „Nur mit neuem Wissen können wir neue Antworten geben auf die Herausforderungen der Zukunft.“ Landesrat Danninger fragte im Gespräch mit den Vertretern des IC2 Institutes um eine Kooperation mit dem in Tulln entstehenden „Haus der Digitalisierung“ an.

3D-gedrucktes Haus

Es folgte ein Besuch des „HouseZero“ der Firma ICON: Dabei handelt es sich um ein 3D-gedrucktes Haus. Andrew Rothgaber von der Firma ICON sowie Architekt Lewis McNeel waren dabei vor Ort und berichteten über die Chancen und Herausforderungen des 3D-Drucks im Architektur- und Baubereich. „Diese Region ist einfach ein Beispiel für Innovationskraft und Kreativität“, so Landesrat Eichtinger über diese neuesten Entwicklungen im Wohnbausektor.

Vorbild "woom"

Den Abschluss des Tages bildete ein Besuch der Niederlassung der Firma „woom“ – ein international tätiger Kinder- und Jugendfahrrad-Hersteller mit Sitz in Klosterneuburg. Das Unternehmen wurde 2013 von Christian Bezdeka und Marcus Ihlenfeld gegründet und stellt Kinderfahrräder mit niedrigem Gewicht, modernen Design und hochqualitativen Komponenten her. Das Unternehmen hat 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Österreich und 40 in den USA.

Abschluss in San Francisco

Weitere Termine der NÖ-Delegation in Austin werden der Besuch des „Cognitive Scale“ (Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Unterstützung von Entscheidungsfindungen, Geschäftsprozessen und Vorhersagen in unterschiedlichen Bereichen wie z. B. dem Gesundheitswesen oder im e-Commerce) sowie der „Capital Factory“ sein. Im Zuge der „Capital Factory“, dem größten Start up-Accelerator-Programm bzw. dem größten Coworking-Space in Texas mit rund 700 Start-ups, erwartete die NÖ-Delegation eine Reihe von 5-Minuten-Pitches von Start-ups in Bereichen wie Erneuerbare Energien oder Künstliche Intelligenz.

Nach dem Aufenthalt in Austin ist Denver, Colorado, die nächste Station der niederösterreichischen Delegation, der Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen wie der Firma Welser Profile, Siemens, Agrana, Brucha, Styx Naturkosmetik, HydroSolid oder auch die Fachhochschule St. Pölten und die IMC Fachhochschule Krems angehören. Den Abschluss wird ein Arbeitsaufenthalt in San Francisco bilden.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account wes Time| Akt:
USAJohanna Mikl-LeitnerNiederösterreichWirtschaftWirtschaftskammerJochen Danninger

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen