Erster Trans-Pride-Zebrastreifen am Alsergrund eröffnet

Als Zeichen gegen Diskriminierung ließ der Bezirk Wiens 1. Trans-Pride-Zebrastreifen streichen. Heute wurde er eröffnet.

Farbenfrohes Zeichen der Toleranz: Nachdem im Winter 2020 ein Antrag der SPÖ Alsergrund über die Anbringung eines Trans*-Pride Zebrastreifens von der Bezirksvertretung Alsergrund beschlossen wurde, wurde dieser heute seiner Bestimmung übergeben. Pünktlich zum heutigen "Transgender Day of Visibility" wurde der Zebrastreifen am Eck Spitalgasse, Lazarettgasse von Bezirksvorsteherin Saya Ahmad, Bezirksrätin Dominique Mras (beide SPÖ) und LGBTIQ-Aktivistinnen und -Aktivisten eröffnet.

"Am Alsergrund leben wir Vielfalt und Solidarität. Deswegen freut es mich ganz besonders, dass wir gerade am heutigen Internationalen Transgender Day of Visibility als ein Zeichen des Respekts, der Akzeptanz und vor allem der Sichtbarkeit den ersten Trans-Pride Zebrastreifen im Neunten anbringen. Damit ist uns ein sichtbares Zeichen gegen Diskriminierung gelungen. Das ist einzigartig, nicht nur in Wien, sondern in ganz Österreich", freut sich Ahmad.

Buntes Zeichen für das Miteinander im Bezirk

Eingebracht wurde der Antrag auf den Regenbogen-Zebrastreifen von SP-Bezirksrätin und SoHo-Aktivistin Dominique Mras. Dass dieser nun Realität geworden ist, ist für sie ein wichtiges Signal: "Immer noch erleben Trans-, Inter- und nicht binäre Menschen massive Diskriminierung sowie Ausgrenzung in ihrem Leben. Repräsentation und Sichtbarkeit sind in der Politik ein zentraler Aspekt, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Mit dem Trans-Pride Zebrastreifen konnten wir ein Zeichen des Miteinanders setzen und darauf hinweisen, dass Ausgrenzung, Hass und Gewalt gegen marginalisierte Gruppen keinen Platz bei uns haben", betont sie anlässlich der Eröffnung.

Noch immer würden Änderungen des Geschlechtseintrages von medizinischen Gutachten und nicht von der Lebensrealität von Betroffenen abhängen. Daher sei es Aufgabe der Politik, für ein selbstbestimmtes Leben für alle Menschen zu sorgen – "unabhängig von der Geschlechtsidentität", erklären Ahmad und Mras.

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