Rund 85.000 Kinder kommen jedes Jahr in Österreich zur Welt. Für die Betreuung der Frauen in der Schwangerschaft und bei der Geburt sowie die Betreuung von Mutter und Kind nach der Geburt sind Hebammen wichtig. Doch diese fehlen zusehends, sowohl in Krankenhäusern, als auch in freien Praxen.
Mit dem ersten Hebammenball, der am 5. Mai im Wiener Rathaus stattfindet, wollen die Verantwortlichen den Beruf in den Fokus rücken, ihm "eine Bühne bieten" und die Arbeit der Hebammen sichtbar machen. "Wenn wir die letzten Jahre gedanklich Revue passieren lassen, dann müssen wir den Berufsstand einfach feiern – für das, was wir schon immer geleistet haben, aber vor allem für das, was wir jetzt in der Krise vollbracht haben", so Marlies Gaiswinkler vom Hebammengremium. Den Organisatorinnen geht es um die Hebammen an sich, aber auch um die guten Beziehungen zu Gynäkologen, Kinderärzten, Physiotherapeuten, Pflegern oder Sozialarbeitern.
Die Eröffnung des Balles werden Hebammenstudierende übernehmen, im Großen Festsaal ist Live-Musik geplant: Zunächst klassische Ballmusik von "Perfect Solution", ab 1 Uhr spielen die "Maurer Big Band" und die "Juke Swing Band". Zusätzliche bemühe man sich um Taxitänzer, damit alle die tanzen wollen, das auch können – egal ob mit oder ohne Tanzpartner. Im Wappensaal findet zudem eine Disco statt.
Besonders kurios: Neben der allseits bekannten Damenspende wird es beim Hebammenball auch eine Samenspende – nämlich aus Blumensamen – geben. Als Gäste aus dem Gesundheitsbereich werden Stadtrat Peter Hacker (SPÖ), Prof. Herbert Kiss von der MedUni Wien, Prof. Michael Abou-Dakn aus Berlin, Kristina Hametner vom Büro für Frauengesundheit Wien sowie Evelyn Kölldorfer-Leitgeb, Michael Binder und Ursula Karnthaler vom Wiener Gesundheitsverbund erwartet.
"Ziel ist es, das Wir-Gefühl zu stärken, in einer entspannten Atmosphäre zu connecten oder neue Bekanntschaften machen zu können. Wir haben das in letzter Zeit vermisst, und das gemeinsame Feiern und Tanzen soll uns wieder ein Stück zusammenrücken lassen", so Gaiswinkler. Der Ball natürlich offen für alle: Familie und Freunde von Hebammen und alle, die mit Hebammen in Beziehung stehen. Start ist um 19 Uhr, die Eröffnung um 20 Uhr, das Ende um 4 Uhr. Kartenverkauf (20 bis 99 Euro) und Infos auf www.hebammenball.at