Regenbogenstadt eröffnet Club

Erstes queeres Jugendzentrum nun in Ottakring eröffnet

Am Montag wurde das queere Jugendzentrum auf 350 Quadratmetern eröffnet. Für die "LGBTIQA+"-Jugendlichen wurden 357.000 Euro in die Hand genommen.

Wien Heute
Erstes queeres Jugendzentrum nun in Ottakring eröffnet
Eröffneten am Montag das neue queere Jugendzentrum in Ottakring: Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp (SPÖ), Luca Flunger (Geschäftsführung von Q:WIR), Vizebürgermeister und Jugendstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos) (v.li.)
Denise Auer

350 Quadratmeter für Wiens "LGBTIQA+"-Jugendliche wurden am Montag in Ottakring feierlich eröffnet: Das neue Jugendzentrum in der Fröbelgasse 22 ist das erste queere Jugendzentrum überhaupt in Österreich, so Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos) stolz. Die Regenbogenhauptstadt zeigt damit, dass der Titel stimmt.

Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersexual, Queer und Asexual – dafür steht die Abkürzung LGBTIQA+. Dass das neue Zentrum seine Adresse in Ottakring gefunden hat, wird damit begründet, dass sich dort bereits andere Einrichtungen der offnenen Jugendarbeit niedergelassen haben.

Junge Queere im Alter von 13 bis 27 Jahren

Der Verein "Q:Wir – Verein zur Stärkung und Sichtbarmachung queeren Lebens in Wien" ist der Träger des neu eröffneten Zentrums. Angesprochen werden sollen Menschen im Alter von 13 bis 27 Jahren. Im Fokus stehen damit die Jahre, in denen junge Menschen ihre Identitätsfindung beginnen und ausleben. Das Zentrum soll dabei ein Safe-Space sein, in dem die jungen Leute im Rahmen der offenen Kinder- und Jugendarbeit professionell unterstützt werden.

"Heute" hat zum Planungsbeginn vor einem Jahr bei Marko Knöbl (NEOS) nachgefragt: Wie viele queere Jugendliche gibt es eigentlich in Wien? "Man geht generell von etwa 10 Prozent gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen aus, hinzu kommen Jugendliche mit Transthematik und intergeschlechtliche Jugendliche, so, dass diese 10 Prozent eher die Untergrenze sind."

"Das Zentrum wird Vorurteile abbauen"

Weiters gebe es einen Großstadt-Effekt, so Marco Knöbl. "Das heißt, viele LGBTIQ-Jugendliche und junge Erwachsene ziehen gerne von ländlicheren Gebieten in die Großstadt, machen hier eine Lehre bzw. besuchen hier Schulen, Universitäten und nutzen Jugend- und Freizeitangebote in Wien."

Bezirksvorsteher Franz Prokop sagte dazu: "Das Queere Jugendzentrum wird dazu beitragen, Vorurteile abzubauen, Toleranz zu fördern und eine inklusive Gesellschaft aufzubauen, in der sich jeder willkommen und respektiert fühlt."

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    Sabine Hertel

    Auf den Punkt gebracht

    • In Ottakring wurde das erste queere Jugendzentrum Österreichs eröffnet, das 350 Quadratmeter für LGBTIQA+ Jugendliche bietet
    • Der Verein "Q:Wir" ist der Träger des Zentrums, das sich an junge Menschen im Alter von 13 bis 27 Jahren richtet und als Safe-Space fungieren soll, um sie bei ihrer Identitätsfindung zu unterstützen
    • Bezirksvorsteher Franz Prokop betonte, dass das Zentrum dazu beitragen wird, Vorurteile abzubauen und eine inklusive Gesellschaft zu fördern
    red
    Akt.