Erwin Pröll mahnt Banken

Beim Konjunkturgespräch im NÖ Landhaus blickten Niederösterreichs Wirtschaftsbosse optimistisch in die Zukunft. Sorge bereitet den Firmenchefs aber die zögerliche Haltung der Geldinstitute bei Kreditvergaben. Der Landeshauptmann nimmt die Banken bei einem Gipfel nun in die Pflicht.

Acht hochkarätige Wirtschaftsbosse hatten am Mittwoch Gelegenheit, beim traditionellen Konjunkturgespräch mit dem Landeshauptmann und Landesrätin Petra Bohuslav von ihrer Arbeit zu berichten. Nach dem Gespräch zog der Landeshauptmann vor der Presse Bilanz: Die Stimmung ist bereits wieder vorsichtig positiv. Wir rechnen für 2010 mit 1,2 Prozent Wirtschaftswachstum in Niederösterreich.

Als Grund, warum die Krise Niederösterreich bislang nur gestreift hat, nannte Pröll die Konjunkturpakete: Wir haben 880 Millionen Euro investiert, 200 Unternehmen haben davon profitiert. Die Maßnahmen haben gegriffen. Das Schlimmste wurde so noch verhindert.

Was den Arbeitsmarkt betrifft, zeigten sich die Chefs wie Gewürz-Tycoon Erwin Kotanyi aus Wolkersdorf oder Silvester Schiegl vom Chemiekonzern Dynea in Krems optimistisch. Nur die Rolle der Banken wurde kritisch betrachtet. Pröll: Die Politik hat die Banken gestützt. Nun müssen die Institute das Geld weitergeben. Es kann nicht sein, dass Betriebe trotz Förderzusagen keine Kredite bekommen. Anfang Jänner werde ich daher Bankenchefs zu einem klärenden Gipfel einladen.

Von Oswald Hicker

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