Nadia Popovici ist 22 Jahre alt, Medizinstudentin und NHL-Fan der Seattle Kraken. Beim Heimspiel ihres Lieblingsteams gegen Vancouver Ende Oktober saß sie dank der Dauerkarte ihres Stiefvaters hinter der Spielerbank. Dabei fiel ihr ein Muttermal im Nacken des Vancouver-Betreuers Brian Hamilton auf – und sie hatten einen schlimmen Verdacht.
Popovici nahm ihr Handy zur Hand und tippte: "Das Muttermal in Ihrem Nacken ist Krebs!" Anschließend klopfte sie gegen die Plexiglasscheibe und zeigte dem Betreuer das Handy. "Er hat einen kurzen Blick darauf geworfen. Ich dachte, vielleicht hat er es ja schon checken lassen", meinte die Studentin später.
Wie sich herausstellte, hatte Equipment-Betreuer Hamilton keine Ahnung von seinem Muttermal-Problem. Er nahm sich den Verdacht zu Herzen und ging in den Folgemonaten zum Arzt. Ergebnis: Ihm wurde ein bösartiges Melanom entfernt. Um sich bei der unbekannten Zuschauerin zu bedanken, postete Hamilton einen Suchauftrag auf Social Media.
"Ich versuche, eine sehr spezielle Person zu finden, und ich brauche die Hilfe der Hockey-Community", schrieb er. Und: "An diese Frau, die ich zu finden versuche, du hast mein Leben verändert, und jetzt möchte ich dich finden, um dir zu danken!"
Und tatsächlich: Der Aufruf klappte, Popovici meldete sich. Es kam zu einem rührenden Treffen zwischen den beiden. So spielte dann Vancouver erneut in Seattle (2:5-Pleite) und Hamilton traf die 22-Jährige. "Sie hat mein Leben gerettet", so der Betreuer überglücklich, als sich die beiden innig umarmten.
Und der Klub schrieb zu einem Video der beiden auf Twitter: "Die Internet-Community half uns, Brians Heldin Nadia zu finden, und heute Abend trafen sie sich persönlich, wo er ihr aufrichtig dafür danken konnte, dass sie sein Leben gerettet hat." Das war das Ende der rührenden Geschichte. Wobei – nicht ganz. Zusammen mit den Seattle Kraken spendierten die Canucks der jungen Frau ein Stipendium im Wert von über 10.000 Dollar für ihr Medizin-Studium.