Es wartet die kälteste April-Nacht aller Zeiten

Schneefall bis in Flachland stürzte am Mittwoch Wien und Niederösterreich in ein Verkehrschaos. Mehrere steirische Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Schneefälle der vergangenen 24 Stunden haben in den südlichen Teilen Niederösterreichs sowie in der Obersteiermark Rekordausmaße angenommen.

In Mariazell liegen 92 Zentimeter und in Lunz am See 86 Zentimeter, so viel wie noch nie im April und mehr als im gesamten vergangenen Winter. Am Hochkar türmen sich die Neuschneemengen sogar auf 150 Zentimeter auf, im Wienerwald fielen lokal mehr als 30 Zentimeter.

Besonders stark betroffen waren am Donnerstag mehrere Ortschaften in der Obersteiermark. Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, ist die Gemeinde Kleinsölk (Schladming) nach einem Lawinenabgang auf der einzigen Zufahrtsstraße von der Außenwelt abgeschnitten – etwa 200 Einwohner müssen jetzt ausharren.

Wegen höchster Lawinengefahr auf der Hochschwab Straße (B24) sind auch die Ortschaften Gschöder, Hinterwildalpen und Weichselboden derzeit nicht auf dem Straßenweg erreichbar.

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Erst bei einer Wetterbesserung können Helikopter zur Lawinenerkundung aufsteigen. Die Einsatzkräfte rechnen derzeit damit, dass dies nicht vor Samstagfrüh geschehen kann.

Rekord-Kälte in Ostösterreich

Doch nicht nur Schnee, auch die Kälte hat Österreich fest im Griff. Der 19. April war in Teilen Ostösterreichs sogar der kälteste Tag, den es in der zweiten Aprilhälfte je gab. In Wien gab es zudem den spätesten Schneefall seit 20 Jahren.

Doch es kommt noch dicker: die kommende Nacht wird als eine der kältesten Aprilnächte überhaupt in die Geschichte eingehen!

Die Tiefstwerte gehen verbreitet auf minus 1 bis minus 10 Grad zurück. Die einzigen Regionen, die knapp frostfrei bleiben, sind die Innenstadtbezirke in Wien sowie der windige Seewinkel im Burgenland.

Noch mehr Schnee und Frost

Der meiste Neuschnee kommt am Donnerstag oberhalb von rund 400 m und auf den Bergen der Alpennordseite zusammen. Vom Tiroler Unterland bis ins Semmering-Wechselgebiet fallen verbreitet 20 bis 50, lokal sogar 80 Zentimeter Neuschnee.

Äußerste Vorsicht unter Bäumen

Gerade unter Bäumen sollten Sie in diesen Tagen äußerst vorsichtig sein. Viele Bäume haben in den letzten Wochen schon ihre Blätter ausgetrieben. Der verspätete Schneefall könnte hier für Unachtsame katastrophal enden – denn durch das Gewicht des vielen Neuschnees besteht Gefahr durch abbrechende Äste. (mle)

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