Er hat die Stimme, das Aussehen und die gefühlvolle Ballade "Michelle", die er sogar mehrsprachig singt. Musiker Noam Bettan bringt alles mit, um es beim Song Contest in Wien an die Spitze zu schaffen.
Doch, weil er aus Israel kommt, das aufgrund des Nahost-Konflikts heuer nicht nur von einzelnen Ländern massiv boykottiert wird, erlebt er schon im Vorfeld heftige Anfeindungen.
Sicherheitsvorkehrungen und die Sorge vor Protesten überschatten seinen ersten Auftritt beim Halbfinale am 12. Mai. Um sich bestmöglich auf seine Show vorzubereiten, trainiert der 28-Jährige deshalb jetzt auf die harte Tour: "Bei den Proben habe ich ein Team, das ständig darauf achtet, mich auszubuhen und es mir schwer zu machen – das hilft mir tatsächlich sehr", verrät Bettan.
Durch diese psychologische Vorbereitung will der Israeli mit französischen Wurzeln gelassen bleiben, wenn er, wie seine Vorgängerin Yuval Raphael im Vorjahr, lautstark gestört wird. "Ich versuche, mich auf meine Performance auf der Bühne zu konzentrieren – und es zu genießen", hofft er