Das Publikum jubelte besonders laut nach Sarah Engels’ Performance beim ersten Semifinale beim Song Contest. Doch Schlagerlegende Nino de Angelo dämpft nun jede Hoffnung auf einen Erfolg Deutschlands. Der "Jenseits von Eden"-Interpret kritisiert den ESC-Song "Fire" überraschend scharf.
"Trotz einer wunderbaren Sarah Engels in einem atemberaubenden Kleid denke ich, dass Deutschland wieder auf den hinteren Plätzen landen wird", sagt der 62-Jährige. Sein Urteil fällt eindeutig aus: "Der Song ist einfach nicht gut genug."
De Angelo sammelte selbst Erfahrung beim Song Contest, allerdings liegt das schon lange zurück: 1989 trat er für Deutschland mit "Flieger" an, einem Song von Dieter Bohlen, und landete auf Platz 14 von 22 Teilnehmern.
Die 33-jährige Sängerin zeigt sich von solcher Kritik aber völlig unbeeindruckt. Sie habe sich längst ein "dickes Fell angeeignet" und könne als erwachsene Frau damit umgehen. Für sie wäre es eine große Ehre, Deutschland beim größten Musikwettbewerb der Welt im Finale am 16. Mai möglichst weit nach vorne zu bringen.
Mit "Fire" will Engels vor allem Frauen Mut machen, an sich zu glauben und sich aus toxischen Situationen zu befreien. Ihre Kinder Alessio und Solea seien ihre größten Fans und tanzen begeistert zu Mamas Song.
Deutschlands ESC-Bilanz der letzten zehn Jahre liest sich großteils wenig erfreulich: Oft gab es letzte oder vorletzte Plätze. Nur Michael Schulte erreichte 2018 als Vierter eine Top-Platzierung. Bei Wettanbietern liegt Engels derzeit im hinteren Mittelfeld.