Nur wenige Wochen vor dem "Eurovision Song Contest 2026" in Wien herrscht bei deutschen Radiosendern wenig Begeisterung für den deutschen Beitrag. Sarah Engels holte sich im Februar mit ihrem Song "Fire" beim deutschen Vorentscheid den Sieg – doch ein Radiohit wird der Titel wohl nicht mehr.
Bis Gründonnerstag sammelte "Fire" gerade einmal 454 Radioeinsätze und liegt damit nur auf Platz 128 der deutschen Airplay-Charts. Ihre Mitbewerber aus dem Superfinal schneiden sogar noch deutlich schlechter ab: wavvyboi kam mit "black glitter" auf nur 34 Einsätze, Molly Sue mit "Optimist (Ha Ha Ha)" auf magere 28.
Laut "esc-kompakt.de" zeigt sich der NDR noch am engagiertesten: Die Popwelle NDR 2 spielt den ESC-Beitrag am häufigsten, während der nunmehr verantwortliche SWR mit seiner Welle SWR 3 nur halb so oft auf "Fire" setzt. In den letzten Wochen kam es bei beiden Sendern nur noch zu je einem Einsatz pro Woche.
Bei den privaten Radiosendern sieht es nicht viel besser aus. Lediglich Radio Salü im Saarland sticht heraus: Dort lief der Song der Kölnerin in der Kalenderwoche 14 ganze 18 Mal. Auch Radio Charivari in Bayern und Radio Gong setzen kontinuierlich auf den Titel.
Die meisten anderen Privatsender haben nach dem Vorentscheid hingegen kein weiteres Feuer für "Fire" gezeigt und spielen den Song kaum bis gar nicht. Der einstige Chart-Einstieg auf Platz 71 der Airplay-Charts ist damit längst Geschichte.
In Wien wird Sarah Engels gegen starke Konkurrenz antreten müssen. Als Favoriten gelten Delta Goodrem aus Australien und Sal Da Vinci aus Italien. Auch Cosmó aus Österreich mit seinem Hit "Tanzschein" und AIDAN aus Malta werden Chancen eingeräumt. Der österreichische Beitrag hält sich derweil stabil in den heimischen Charts. Laut Wettquoten soll jedoch Finnland aktuell ganz vorne liegen.