EU-Beamte protestieren gegen neuen Job von Ex-Politiker

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Die EU-Beamten wollen per Online-Petition den Jobwechsel des ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten Jose Manuel Barroso verhindern. Barroso hat Mitte des Jahres als Berater und "Präsident ohne Geschäftsbereich" bei der Investmentbank Goldman Sachs angeheuert. Für die EU-Beamten ist das "moralisch verwerflich" und untergräbt "die Ehre und Rechtschaffenheit des öffentlichen Dienstes".

Die EU-Beamten wollen per Online-Petition den Jobwechsel des ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten Jose Manuel Barroso verhindern. Barroso hat Mitte des Jahres als Berater und "Präsident ohne Geschäftsbereich" bei der Investmentbank Goldman Sachs angeheuert. Für die EU-Beamten ist das "moralisch verwerflich" und untergräbt "die Ehre und Rechtschaffenheit des öffentlichen Dienstes".

Barroso war zehn Jahre lang - von 2004 bis 2014 - Chef der EU-Kommission. Seit Mitte des Jahres ist er bei der umstrittenen Investmentbank Goldman Sachs als "Präsident ohne Geschäftsbereich" tätig. In den Augen der EU-Beamtenschaft wechselt er damit die Seite und bringt "die Europäische Union als Ganzes in Verruf".

Mit wollen sie den "moralisch verwerflichen" Jobwechsel verhindern oder zumindest erwirken, dass er sämtliche Pensionsansprüche, die er als Kommissionschef erworben hat, verliert. Rund 150.000 Unterzeichner hat die Petition bis jetzt.

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