Das Geoblocking beim Online-Shopping ist in der EU künftig Geschichte. Das gab Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission, am Dienstag bekannt. Damit soll "die ungerechtfertigte Diskriminierung" beendet werden, so Ansip.
Was bedeutet das?
Das Verbot von Geoblocking heißt für Konsumenten, dass sie grenzüberschreitend Produkte und Dienstleistungen zu erwerben dürfen. Verkäufern ist es damit vernoten, Steine in den Weg zu legen wie etwa die Zahlung mittels Kreditkarten zu verlangen, die in einem bestimmten Land ausgestellt worden sein müssen.
Kritik
"In der vorliegenden Form ist sie eine reine Superstar-Regulierung, welche mit ihren überbordenden Regulierungen insbesondere KMU in ihrer Geschäftstätigkeit gefährdet", sagte Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes, gegenüber der APA.
Unverändert ist die Situation bei Streaming-Inhalten, die vom Urheberrecht geschützt werden. Netflix, Amazon Prime und weitere Services sperren weiterhin Teile ihres Programms für andere Länder. (lu)