EU entscheidet über Verfahren gegen Google

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Dem Suchmaschinenkonzern Google droht eine Milliardenstrafe wegen unfairen Wettbewerbs, sollte es zu einem Prozess kommen. Die Entscheidung liege bei der EU-Wettbewerbskommission.
Dem droht eine Milliardenstrafe wegen unfairen Wettbewerbs, sollte es zu einem Prozess kommen. Die Entscheidung liege bei der EU-Wettbewerbskommission.

Der Vorwurf laute, dass Google in seiner Suchmaschine Rivalen zugunsten eigener Dienste benachteiligt habe, schreibt die "Financial Times".  Konkret geht es um die Anzeige von Suchergebnissen etwa zu Online-Handel, Restaurants oder Reisen. Spezialisierte Suchmaschinen kritisieren, Google platziere Treffer aus eigenen Angebote des Preisvergleichs Google Shopping besser.
Zudem versucht Google seit einiger Zeit unter anderem mit Blick auf die Nutzung auf kleinen Smartphone-Bildschirmen verstärkt, den Nutzern gleich konkrete Antworten statt Link-Listen zu liefern.

EU-Digitalkommissar Günther Oettinger erwartet in Kürze eine Entscheidung im Fall von Google. In einem möglichen Verfahren in der seit 2010 laufenden Untersuchung würden die EU-Kartellwächter die nächste Stufe in dem Fall zünden, an deren Ende eine Strafe von rund sechs Milliarden Euro für den Konzern stehen könnte.

Google-Anwalt: "Konkurrenz nur einen Klick entfernt"

Das Onlinemagazin "Re/code" veröffentlichte am Dienstag ein internes Schreiben des Google-Anwalts Kent Walker. Dieser verwies auf den stärkeren Wettbewerb. "Die Konkurrenz ist nur einen Klick entfernt - und sie nimmt zu".

Auch das mobile Betriebssystem Android will die EU-Kommission genauer unter die Lupe nehmen. Es hat den größten Marktanteil im Smartphone-Geschäft, allerdings getrennt von der anderen Untersuchung.

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