Übergewinnsteuer gefordert

EU-Minister wollen Öl-Konzerne zur Kasse bitten

Sechs EU-Finanzminister, darunter Österreich, fordern eine neue Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne wegen der hohen Spritpreise.
Technik Heute
22.08.2026, 17:07
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Die Spritpreise steigen weiter und die Bevölkerung leidet. Jetzt machen sechs EU-Finanzminister Druck: Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Portugal und Polen fordern in einem gemeinsamen Brief eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne.

Der Brief ist an den irischen Finanzminister gerichtet, da Irland derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat. In dem Schreiben heißt es: "Wir erleben einen der größten Versorgungsschocks seit Jahrzehnten und überall auf der Welt wächst der Unmut über den Anstieg der Lebenshaltungskosten."

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Laut heise.de unter Berufung auf dpa und Spiegel fordern die Minister ein EU-weites Rahmenwerk, um Übergewinne zu besteuern. Sie wollen sicherstellen, dass jene, die von der Krise profitieren, ihren Teil zur Entlastung der Bevölkerung beitragen.

Treffen der EU-Finanzminister im September

Das Thema soll beim Treffen der EU-Finanzminister Mitte September in Irland auf die Tagesordnung kommen. Bereits 2022 wurde eine solche Steuer als Reaktion auf hohe Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs vorübergehend eingeführt.

Die Gewinne der Ölkonzerne sind tatsächlich enorm gestiegen: Die sechs größten fossilen Energieunternehmen - BP, Chevron, Eni, ExxonMobil, Shell und TotalEnergies - machten allein von April bis Juni knapp 40 Milliarden Euro Gewinn.

In Deutschland ist die Bundesregierung in der Frage gespalten: Während die SPD eine Übergewinnsteuer fordert, lehnt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sie ab.

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