Eine Meldung aus Großbritannien sorgt europaweit für Aufregung: Die EU-Kommission prüft angeblich eine neue Generation des Geschwindigkeitsassistenten, der nicht mehr nur warnt, sondern das Auto automatisch einbremst.
Das System soll die Position über Satellitennavigation bestimmen und das Tempo an das geltende Limit anpassen. Betroffen wären alle Neuwagen ab 2030.
Wie Forschung und Wissen unter Berufung auf britische Medien berichtet, würde die Technik mehrere Datenquellen kombinieren: GPS, 5G-Mobilfunk, digitale Karten und Kameras zur Verkehrszeichenerkennung. Die europäischen Satellitensysteme Galileo und EGNOS sollen eine metergenaue Ortung ermöglichen.
Fährt ein Auto mit 85 km/h in eine 50er-Zone, reduziert die Elektronik selbstständig die Motorleistung. Ein kurzfristiges Übersteuern zum Überholen oder bei Gefahr bliebe möglich - dauerhaft schneller fahren wäre aber ausgeschlossen.
Die EU-Kommission selbst bemüht sich, die Debatte zu beruhigen. Eine Sprecherin erklärte, man prüfe keine verpflichtende Geschwindigkeitsbegrenzung - die Berichte seien nicht zutreffend. Die Gespräche seien rein explorativ, also frühe Gedankenspiele ohne konkreten Gesetzesentwurf.
Ob aus der Idee jemals ein offizielles Gesetzgebungsverfahren wird, ist damit völlig offen. Die Debatte zeigt aber, wie sensibel das Thema automatischer Eingriffe in das Fahrverhalten in Europa inzwischen ist.