Wirtschaft

EU: Roaming-Gebühren werden abgeschafft

Telefonieren soll in Zukunft billiger werden, denn die EU hat beschlossen die Roaming-Gebühren abzuschaffen.
Heute Redaktion
14.09.2021, 15:47

Das neue Telekom-Paket der EU-Kommission sieht ein Verbot des sogenannten Passiv-Roamings bei angenommenen Handy-Anrufen im EU-Ausland ab Juli 2014 vor.

Bei aktiven Anrufen aus dem europäischen Ausland wird Roaming aber nicht verboten, hier wählt die EU-Kommission einen Zuckerbrot-und-Peitsche-Ansatz: Die Betreiber können entweder EU-weit geltende Tarife anbieten ("Roaming zu Inlandspreisen") oder ihren Kunden erlauben, sich für einen anderen, günstigeren Anbieter zu entscheiden, ohne eine neue SIM-Karte kaufen zu müssen.

Das soll bewirken, dass bis 2016 die Roaming-Gebühren verschwunden sind.

Nach einer bereits 2012 beschlossenen Roaming-Verordnung müssen die Tarife ab 1. Juli 2014 EU-weit noch weiter sinken. So gilt dann eine Höchstgrenze von 19 Cent für aktive Anrufe, 5 Cent für empfangene Telefongespräche, 6 Cent pro SMS und 20 Cent pro Megabite im Daten-Roaming. Derzeit gelten für abgehende Anrufe maximal 24 Cent, für eingehende bis zu 7 Cent, für SMS 8 Cent und für 1 Megabite 45 Cent als Obergrenze.

Auslandsaufschläge sind bald Geschichte

Doch auch Auslandsaufschläge werden dem Kampf angesagt: Mobilfunkanrufe dürfen ab Mitte 2014 nicht mehr als 19 Cent Euro pro Minute (ohne MwSt.) kosten.

Die Betreiber dürfen trotz dieser festgeschriebenen "Netzneutralität" aber weiterhin datenintensive Spezialdienste anbieten, etwa für hochauflösende Video- oder Cloud-Anwendungen.