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EU senkt Grenzwert für Chemikalie TFA deutlich

Die EU senkt den Grenzwert für die Ewigkeitschemikalie TFA deutlich. Neue Studien zeigen Auswirkungen auf das wichtige Hormon Thyroxin.
Heute Life
22.07.2026, 15:57
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Die EU-Lebensmittelbehörde Efsa hat den Grenzwert für die tägliche Aufnahme von TFA (Trifluoressigsäure), einer sogenannten Ewigkeitschemikalie, deutlich gesenkt. Neue Studien zeigen, dass TFA ein Hormon beeinflusst, das für den Stoffwechsel wichtig ist, wie die Behörde aus Mailand am Mittwoch erklärte. TFA gelangt vor allem durch den Einsatz von Pestiziden ins Grundwasser, in Böden und Ackerpflanzen – und so auch in unseren Körper.

Bisher galt eine tägliche Aufnahme von 0,05 Milligramm TFA pro Kilogramm Körpergewicht als unbedenklich. Jetzt wurde dieser Wert auf 0,014 Milligramm gesenkt – also um das rund 3,5-Fache.

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TFA ist die kleinste und langlebigste Form der per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS). Diese Stoffe werden in der Industrie verwendet und finden sich in vielen Alltagsgegenständen wie beschichteten Pfannen, Funktionskleidung, Imprägniersprays und Einwegverpackungen. Sie sind biologisch nicht abbaubar, reichern sich in der Natur und auch im menschlichen Körper an und werden deshalb als Ewigkeitschemikalien bezeichnet.

Die EU-Mitgliedstaaten und spezielle Programme kontrollieren das Grundwasser und Lebensmittel regelmäßig auf PFAS. Der bisherige Grenzwert für TFA stammt aus dem Jahr 2017. Seither gibt es neue Analysen und toxikologische Untersuchungen, so die Efsa.

Laut Behörde ist TFA zwar vermutlich nicht genotoxisch, schädigt also nicht die zelluläre DNA. Doch aktuelle Tierversuche zeigen schädliche Auswirkungen auf die Entwicklung, die Fortpflanzung und vor allem auf den Thyroxinspiegel. Thyroxin ist ein Schilddrüsenhormon, das eine wichtige Rolle bei der Steuerung des Stoffwechsels spielt. Außerdem besteht noch weiterer Forschungsbedarf, etwa was Langzeitfolgen und ein mögliches krebserregendes Risiko von TFA betrifft.

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