EU startet Lieferung von Waffen gegen Islamisten

Bild: Reuters

Die EU hat ihren Mitgliedsstaaten Grünes Licht für Waffenlieferungen an die irakischen Kurden im Kampf gegen die IS-Jihadisten gegeben. Die Länder dürfen in Abstimmung mit der irakischen Regierung militärische Ausrüstung liefern. Frankreich macht den Anfang.

gegeben. Die Länder dürfen in Abstimmung mit der irakischen Regierung militärische Ausrüstung liefern. Frankreich macht den Anfang.

Eine gemeinsame Haltung zu Waffenlieferungen gibt es nicht. Einige Länder sprechen sich strikt dagegen aus, andere Länder wie Frankreich, Italien und Tschechien sind dafür. Eine Vielzahl von Staaten hat keine klare Haltung. Deutschland prüft noch eine Militärhilfe.

Frankreich schickt erste Waffen

Frankreich will noch am Mittwoch Waffen für den Kampf gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat auf den Weg in den Irak bringen. Zur Art der Waffen liegen keine Angaben vor. Großbritanniens Premierminister David Cameron will noch mit dem Sicherheitskabinett reden. Deutschland wird militärische Ausrüstung zur Verfügung stellen, aber nur sogenannte nicht-tödliche Geräte wie gepanzerte Fahrzeuge, Nachtsichtgeräte oder Schutzwesten. Österreich schickt keine Waffen.

Die USA haben bereits Waffen an die Kurden im Nordirak geliefert. Abgesehen davon fliegen sie seit Tagen Luftangriffe gegen die IS. Bewaffnete Bodentruppen sind nicht geplant.

Verdursten und Verhungern

Was die zehntausenden in die Berge geflüchteten Jesiden anlangt, drängt die Zeit. Im Sinjar-Gebirge im Norden des Landes sitzen laut Flüchtlingshilfswerk UNHCR an die 30.000 Menschen . Die Menschen haben in der sengenden Hitze zu wenig Wasser, kaum Nahrung, von Medikamenten ganz zu schweigen. Es herrscht bereits ein starker Gestand von Verwesung. Zahllose Andersgläubige sollen entführt, vergewaltigt und ermordet worden sein.

Hilfe für Flüchtlinge

Österreich gibt im Nordirak. Das Geld kommt aus dem Auslandskatastrophenfonds. Die Europäische Union bereitet ein Sondertreffen der 28 Außenminister vor - wahrscheinlich für Freitag in Brüssel. Die USA senden jetzt rund 130 weitere Militärberater, um zu eruieren, welche Hilfsmaßnahmen indiziert sind.

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