EU und Afghanistan vereinbaren Abschiebe-Abkommen

Bild: Reuters

Die EU-Staaten haben am Rande der Sicherheitskonferenz in München ein Abkommen mit Afghanistan unterzeichnet. Das Land bekommt künftig pro Jahr Aufbauhilfe von rund 1,2 Milliarden Euro. Dafür sichert die afghanische Regierung Zusammenarbeit für erleichterte Abschiebungen abgelehnter afghanischer Asylwerber zu.

Die EU hat erstmals ein Kooperationsabkommen mit Afghanistan geschlossen. In dem Vertrag ist unter anderem festgelegt, dass Afghanistan der Rücknahme abgelehnter Asylwerber zustimmt. Dafür erhält das Land am Hindukusch von den EU-Staaten Hilfszahlungen von rund 1,2 Milliarden Euro pro Jahr.

Der EU-Statistikbehörde Eurostat zufolge wurde zuletzt fast jeder zweite Asylantrag eines Afghanen in der EU abgelehnt. Einem vertraulichen EU-Dokument vom vergangenen Jahr zufolge hielten sich zuletzt rund 80.000 eigentlich ausreisepflichtige Afghanen in der EU auf.

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