So will EU qualifizierte Zuwanderer anlocken

Die EU hat neue Einwanderungs- & Aufenthaltsregeln beschlossen. Dadurch soll qualifiziertes Fachpersonal aus Drittstaaten in die EU angelockt werden. (Symbolbild)
Die EU hat neue Einwanderungs- & Aufenthaltsregeln beschlossen. Dadurch soll qualifiziertes Fachpersonal aus Drittstaaten in die EU angelockt werden. (Symbolbild)Getty Images
Die EU hat neue Einwanderungs- & Aufenthaltsregeln beschlossen. Dadurch soll qualifiziertes Fachpersonal aus Drittstaaten in die EU angelockt werden.

Die Europäische Union hat im globalen Wettbewerb um hoch qualifizierte Zuwanderung neue Regeln beschlossen. Nachdem es eine jahrelange Blockade gegeben hatte, verständigten sich Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments am Montag in Brüssel nun doch auf eine Reform der sogenannten Blaue-Karte-Richtlinie, berichten dpa und APA. 

Jene Richtline regelt die Einreise-Bedingungen der Fachkräfte in die EU-Staaten, sowie die entsprechenden Aufenthaltsbedingungen. Dadurch soll hoch qualifiziertes Personal aus Drittstaaten in die 27 EU-Staaten angelockt werden.

Reform 2016 vorgeschlagen

Eigentlich war diese Reform bereits vor fünf Jahren, also 2016, von der EU-Kommissionvorgeschlagen worden. Die Verhandlungen zwischen den EU-Staaten und dem Parlament lagen seit 2017 allerdings auf Eis. Unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 wurden die Gespräche zu den Einreise- und Aufenthaltsbedingungen schließlich wieder aufgenommen.

➤ Die umfassende Reform der Asyl- und Migrationspolitik kommt im Gegensatz dazu auch weiterhin kaum voran. Vor allem die EU-Staaten finden seit Jahren keine gemeinsame Position. Ein Punkt bei dem sich die Mitgliedsstaaten unter anderem uneinig sind, ist, wie und ob Schutzsuchende auf alle Länder verteilt werden sollen.

Einreise- und Aufenthaltsbedingungen

Die Einigung vom Montag sieht nun vor, die Einreise- und Aufenthaltsbedingungen für Arbeitskräfte in den EU-Staaten stärker zu harmonisieren, heißt es weiter. Laut der EU-Kommission sollen künftig auch die Familien von Inhabern einer Blauen Karte Zugang zum EU-Arbeitsmarkt bekommen.

  Zudem sollen Fähigkeiten in Berufen der Informations- und Kommunikationstechnik einfacher anerkannt werden.

Weiters hat man sich darauf geeinigt, dass Arbeitnehmer ihren Job oder ihren Arbeitgeber innerhalb der ersten zwölf Monate einfacher wechseln können. Ein weiterer Punkt: Inhaber einer Blauen Karte und ihre Familie sollen sich künftig einfacher in der EU bewegen können. Hoch qualifizierte Personen mit internationalem Schutzstatus sollen sich ebenfalls auf eine Blaue Karte bewerben können.

Die EU-Staaten und das Europaparlament müssen der Einigung vom Montag nun noch formell zustimmen. Anschließend haben die EU-Staaten zwei Jahre Zeit, die Regeln in nationales Recht umzuwandeln, so dpa und APA.

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