Der Facebook-Konzern Meta muss andere KI-Anbieter wieder kostenfrei auf WhatsApp zugreifen lassen. Das hat die EU-Kommission am Dienstag in einer einstweiligen Anordnung verfügt.
Meta hatte im Oktober vergangenen Jahres eine Gebühr für konkurrierende KI-Chatbots eingeführt, die diese für die Nutzung der WhatsApp-Schnittstelle bezahlen sollten. Das könnte laut EU-Kommission "schweren und nicht wiedergutzumachenden Schaden für den Wettbewerb" verursachen.
Wie heise.de berichtet, handelt es sich um eine selten genutzte Zwangsmaßnahme der EU. Meta muss innerhalb von fünf Werktagen handeln und den Rivalen wieder den Zugriff auf die Programmierschnittstelle von WhatsApp Business zu den Bedingungen gewähren, die vor Oktober galten.
Bei einem Verstoß gegen die Anordnung drohen Meta empfindliche Geldstrafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Der US-Konzern protestiert gegen die Entscheidung und wirft der EU eine Kompetenzüberschreitung vor.
Die EU-Kommission prüft weiter, ob Meta seine Marktposition missbraucht hat, indem es Wettbewerber vom Messengerdienst ausschloss. Die einstweilige Maßnahme soll gewährleisten, dass der Wettbewerb bis zum Abschluss des Kartellverfahrens nicht dauerhaft beeinträchtigt wird.