Eugen Freund bezog doch ORF-Pension

Eugen Freund, Spitzenkandidat der SPÖ für die EU-Wahl, gerät nach seiner Fehleinschätzung eines durchschnittlichen Arbeiter-Gehalts nun erneut in Erklärungsnot. Obwohl Freund noch vor einer Woche gegenüber "Heute" felsenfest behauptete, er kriege keine ORF-Pension, bestätigte nun sein Sprecher, dass er 1999 seine bis damals angefallenen Pensionsbeträge vom ORF ausgezahlt bekommen hat.

Eugen Freund, , bestätigte nun sein Sprecher, dass er 1999 seine bis damals angefallenen Pensionsbeträge vom ORF sehr wohl ausgezahlt bekommen hat.

Nach seiner haben, ließ sich nur die Gewerkschaft schwer besänftigen. Nun gießen neue Details weiter Öl ins Feuer.

Freund bezog bereits 1999 Pensionsbeträge

Denn Eugen Freund hat bereits Pension vom ORF bezogen, obwohl er im Gespräch mit "Heute" am 14. Jänner hochheilig versprach: "Ich kriege keine ORF-Pension." Wie der "Standard" berichtet, habe sich Freund 1999 seine bis dahin angefallenen Pensionsbeträge vom ORF auszahlen lassen. Er sei damals nicht von der Betriebspension in die ausgelagerte ORF-Pensionskasse umgestiegen.

In einem schriftlichen Statement bestätigte Freund-Sprecher Raphael Sternfeld, dass der ehemalige "ZiB"-Moderator "vor 14 Jahren - wie viele andere im ORF - das Angebot des ORF angenommen hat und ihm seine bis dahin angesparten Pensionsbeiträge ausbezahlt wurden". Seine seitdem angefallenen Pensionsansprüche werden erst fällig, wenn Freund seine Pension antritt.

"Weiters wurden nach Beendigung seiner Tätigkeit im ORF nach insgesamt 31 Jahren die ihm gesetzlich zustehenden Abfertigungsansprüche erfüllt", heißt es weiter. Zu konkreten Summen wollte man keine Auskunft erteilen.

Zweifel an geringen Ansprüchen

Im Herbst hatte er in einem Interview mit "TV-Media" erklärt, noch nicht "alt genug" für eine Pension zu sein, habe er seine Jahre doch noch nicht zusammen und könne nicht von dem leben, "was mir laut ASVG zustehen würde". Freund war - mit Unterbrechungen - seit 1974 für den ORF tätig.

In der aktuellen Ausgabe berichtet "TV-Media" wiederum, dass Freund zuletzt beim ORF ein Jahresgehalt von knapp weniger als 120.000 Euro bezogen habe. Zudem soll er vom öffentlich-rechtlichen Unternehmen zum Abschied 250.000 Euro - 25 Monatsgehälter als Abfertigung sowie Urlaubsauszahlung - erhalten haben. Beim ORF wollte man diese Zahlen zwar nicht kommentieren, allerdings habe Freund nichts bekommen, was ihm nicht zugestanden

wäre.

Kickl: "Abzockermentalität"

Die neuen ans Tageslicht gekommenen Details bringen Freund zunehmend in die Bredouille. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl erklärte, er sei empört über "die Abzockermentalität des Neo-Politikers" und forderte Freund dazu auf, die Höhe der Pensionszahlung im Jahr 1999 bekannt zu geben. Spätestens jetzt sei Freund "für alle ASVG-Pensionisten, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben (...) unwählbar geworden".

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