Euro: Tiefster Stand seit 14 Monaten

Der Euro hat am Dienstag mit zeitweise 1,2860 US-Dollar den tiefsten Stand seit 14 Monaten erreicht. Bis zum Mittag erholte sich die Gemeinschaftswährung ein wenig und wurde zuletzt mit 1,2889 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag noch auf 1,2947 (Freitag: 1,2948) Dollar festgesetzt.

Die geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) am vergangenen Donnerstag hatten den Euro auf Talfahrt geschickt. Der Euro bleibe weiter unter Druck, ein Abrutschen der Notierungen unter die Marke von 1,28 US-Dollar sei möglich, schreiben die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) in einem Kommentar.

Gleichzeitig nehmen Spekulationen über eine möglicherweise baldige Straffung der Geldpolitik durch die US-Notenbank zu, sagten Händler. So erwartet der Vermögensverwalter Blackrock, dass die Fed die Zinsen früher anheben könnte als bisher am Markt erwartet. Im Durchschnitt gehen die Marktbeobachter bisher von einer ersten Leitzinsanhebung für Mitte 2015 aus.

Der Dollar stieg auch zum japanischen Yen und erreichte mit 106,39 Yen ein Sechsjahreshoch. Das britische Pfund erholte sich hingegen etwas von seinen deutlichen Vortagesverlusten. Am Wochenende hatte eine Umfrage erstmals eine Mehrheit für eine Abspaltung Schottlands vom Vereinigten Königreich ergeben. Die Schotten werden am 18. September darüber abstimmen.

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