Eurofighter-Deal: 8 Mio. für mysteriöses Lobbying

Bei der Prüfung des österreichischen Eurofighter-Geschäfts ist die Kanzlei Clifford Chance auf eine ominöse Zahlung von mehr als acht Millionen Euro gestoßen. Die Gelder flossen vom Rüstungskonzern EADS an die in der Zwischenzeit gelöschte Gesellschaft "City Chambers Limited" für politisches Lobbying in Österreich, wie das Nachrichtenmagazin "News" in seiner Ausgabe vom Donnerstag berichtet.
Bei der Prüfung des , wie das Nachrichtenmagazin "News" in seiner Ausgabe vom Donnerstag berichtet.

Die Firma, die in London residierte, verfügten lediglich über eine Hotmail-Adresse und lieferte im Gegenzug für die Millionenzahlungen Berichte über Lobbyingmaßnahmen in Österreich.

So habe man laut den Berichten "Lobbying" bei einem "Dr. W. Luessel", einem "Dr. J. Laider" und einem "K.H. Lasser" betrieben, die man auch alle persönlich getroffen habe. Mit einem "Mr. Wartenstein" seien wiederum die besprochen worden. In den aufgefundenen Aktivitäts-Berichten von "City Chambers Limited" an EADS heißt es, die Namen seien "aufgrund unserer Spezialvereinbarung" abgeändert worden.

Als Direktor der Firma scheint ein Rajni Mehta auf. Die meisten sichergestellten Dokumente tragen seine Unterschrift - auch wenn diese ständig grundlegend anders aussieht, wie "News" berichtet. Der Prüfgesellschaft Clifford Chance sei es bisher nicht gelungen, aktive oder ehemalige EADS-Mitarbeiter zu finden, die Auskunft darüber geben konnten, wer der Eigentümer der mit den Lobbying-Millionen überhäuften Firma "City Chambers Limited" war.
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