Die Eurogruppe hat sich Dienstag in Athen auf die weitere Auszahlung einer Hilfstranche an Griechenland geeinigt. Der Vorsitzende der Währungsunion, Jeroen Dijsselbloem, sagte, es werde 8,3 Mrd. Euro aus dem zweiten Rettungspaket geben, die auf drei Tranchen verteilt werden.
Der Hauptbrocken mit 6,3 Mrd. Euro soll Ende April fließen, je eine Milliarde folgen im Juni und Juli. Unterdessen haben sich die Renditen auf 10-Jahresanleihen für das immer noch schwer verschuldete Griechenland weiter deutlich.
Mit 6,495 Prozent sanken sie im Tagesverlauf auf den niedrigsten und damit billigsten Stand seit Ende 2009. Zumindest in dem Bereich scheint Griechenland die Finanzkrise fast schon hinter sich gelassen zu haben.
Dijsselbloem erklärte, die Troika habe einen positiven Bericht zu Griechenland gegeben. Damit könne die Wirtschaft gestärkt und Jobmöglichkeiten geschaffen sowie Investitionen getätigt werden.
Budget von Luxemburg oprimistisch
Die Eurogruppe hat auch das überarbeitete Luxemburger Budget unter die Lupe genommen. Dijsselbloem erklärte, der Haushalt Luxemburgs befinde sich in Übereinstimmung mit dem Stabilitäts- und Wachstumspakt. Allerdings scheine die Einschätzung Luxemburgs optimistischer zu sein als die der Kommission, er mahnte darum zur Vorsicht.
Österreichs Budget kommt im Mai dran
Dijsselbloem verwies auch darauf, dass bei der Eurogruppen-Sitzung im Mai das überarbeitete Budget Deutschlands auf der Tagesordnung stehe und "dann so bald wie möglich das österreichische". Österreich, Deutschland und Luxemburg haben wegen der jüngsten Wahlen in ihren Ländern einen Aufschub für die Vorlage ihrer Budgets erhalten.
Der Eurogruppen-Chef zeigte sich ferner erfreut über die Fortschritte Portugals. Eine weitere Auszahlung von 1,2 Milliarden Euro könne von der Euro-Arbeitsgruppe am 24. April abgesegnet werden, wenn vorrangige Maßnahmen des Sparpakets erfüllt sind. Das Hilfsprogramm für Portugal läuft am 17. Mai aus.