Europa soll auf die Finanzmärkte pfeifen

Wenn die EZB nicht eingreift, explodiert der Euro! Eindringlich wie selten zuvor nimmt US-Ökonom und Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman die EU ins Gebet. In einem Interview im Magazin "Spiegel" warnt er vor Sparwahn und dem sklavischen Bemühen um das Vertrauen der Finanzwelt. Hier die besten Sager.

Wenn die EZB nicht eingreift, explodiert der Euro! Eindringlich wie selten zuvor nimmt US-Ökonom und Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman die EU ins Gebet. In einem Interview im Magazin "Spiegel" warnt er vor Sparwahn und dem sklavischen Bemühen um das Vertrauen der Finanzwelt. Hier die besten Sager.


Krugman über das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone: "Ich hasse es, das so zu sagen, weil es so ist, als würde man in einem vollbesetzten Theater 'Feuer' schreien. Aber es gibt einfach keine Alternativen."
… über die Gefahr des "Grexit" für andere Länder durch Banken-Run und Kapitalflucht: "Die könnten von der Europäischen Zentralbank stark eingedämmt werden, indem die EZB Geld bereitstellt – und zwar unlimitiert."
… über die "Zombie-Politik" der Sparsamkeit: "Es ist die Natur des Zombies, dass er immer weiter vor sich hin stolpert, egal wie oft du ihn umgebracht hast. Genauso ist das mit der Spar- und Kürzungspolitik. Mindestens seit zwei Jahren ist klar, dass das Rezept nicht funktioniert, und trotzdem wird es weiter als Erfolgsmodell gepredigt."
… über EU-Wachstumsprogramme: "Mir scheint, man schießt mit Wasserpistolen auf Rhinozerosse. Es ist lächerlich."
… über Arbeitslosigkeit und Staatsfinanzierung: "Es ist erstaunlich, dass wir uns mehr Sorgen um das eingebildete Problem machen, dass die Finanzmärkte das Vertrauen verlieren könnten."

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