Wirtschaft

Europas größte Chip-Fabrik entsteht in Villach

Der Münchner Hightech-Konzern Infineon investiert enorme 1,6 Milliarden Euro in sein Kärntner Werk für Computerchips.
Heute Redaktion
13.09.2021, 20:38

Der Münchner Halbleiterkonzern Infineon hat den Bau einer neuen Fabrik für Leistungshalbleiter am Standort Villach in Kärnten angekündigt. Das Investitionsvolumen beträgt enorme 1,6 Milliarden Euro.

Bei der Verkündung dieser Frohbotschaft waren neben Infineon-Austria-Vorstandschefin Sabine Herlitschka und Vorstandschef Reinhard Ploss auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) und Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) angetreten.

Staubfreies Werk

Mit dem Bau will Infineon nächstes Jahr beginnen, die Fertigung soll bereits Anfang des Jahres 2021 aufgenommen werden. Es wird sich um eine vollautomatisierte Produktion unter sehr aufwändigen Bedingungen in Reinsträumen handeln, in denen nicht einmal ein Staubkorn herumfliegen darf. Mit der vollautomatisierten Fertigung von 300-Millimeter-Dünnwafern sollen bis 2025 rund 400 Arbeitsplätze geschaffen werden. Infineon wird die Investition nicht alleine stemmen, das Unternehmen kann mit Förderungen von Bund und EU rechnen.

Größte Einzelinvestition

Dabei handelt es sich um die größte Einzelinvestition des Konzerns. „Es ist derzeit das größte Chipfabrik-Projekt in Europa", sagte Jochen Hanebeck, operativer Infineon-Vorstand, zur deutschen FAZ. Er bezifferte das zusätzliche Umsatzvolumen aus den in Villach produzierten Leistungshalbleitern auf 1,8 Milliarden Euro. Infineon erzielte im vergangenen Geschäftsjahr 2017 einen Konzernumsatz von knapp 7,1 Milliarden Euro.

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Infineon ist mit einem Marktanteil von 18,5 Prozent weltweit der größte Anbieter von Leistungshalbleitern. Die Chips aus Kärnten steuern den Strom in einer Vielzahl von Anwendungen, etwa für Elektroautos, Züge, Windkraft- und Solaranlagen sowie Netzteile für Handys, Notebooks und Rechenzentren.

(GP)